Mitgliederboom und großer Erfolge bei der Rechtsberatung: Trotzdem kämpft der Verband mit dem eigenen Nachwuchsmangel.
Der Ortsverband des VdK blickt auf ein erfolgreiches Jahr mit deutlichem Mitgliederzuwachs zurück. Doch trotz der positiven Resonanz kämpft der Verein mit einem strukturellen Problem: Die Suche nach neuen Vorstandsmitgliedern gestaltet sich schwierig.
Appell an das Ehrenamt
Ende des Jahres scheiden zwei Vorstandsmitglieder aus, darunter die Frauenvertreterin. Der Vorsitzende Jörg Neuwirth warnte in der Mitgliederversammlung im Hotel Klosterbräustuben am Samstagnachmittag eindringlich: Finden sich keine Nachfolger, drohen mittelfristig die Fusion oder gar die Auflösung des Ortsverbands. Der zeitliche Aufwand bei einem ehrenamtlichen Engagement sei beim VdK Zell a. H. mit etwa zwei Stunden pro Monat überschaubar.
Kritik an Bürokratie und Sozialpolitik
Bürgermeister Pfundstein fand in seinem Grußwort deutliche Worte zur aktuellen Lage. Er kritisierte die „explodierenden Sozialausgaben“, die jedoch zu oft in der Verwaltung versickern, statt direkt bei den Hilfeempfängern anzukommen. Dass der VdK mittlerweile Juristen beschäftigen müsse, um berechtigte Ansprüche durchzusetzen, sei ein Alarmsignal. Er ermutigte den Verband, weiterhin „den Finger in die Wunde zu legen“, damit die Rückmeldung von der Basis in der Politik Gehör findet.
Ausblick auf das Jubiläum
Für das laufende Jahr stehen das Maifest (17. Mai), das Grillfest und die Weihnachtsfeier auf dem Programm. Im nächsten Jahr feiert der Ortsverband sein 80-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass soll das traditionelle Grillfest durch eine größere Jubiläumsveranstaltung mit Musik und Kooperationen mit anderen sozialen Einrichtungen ersetzt werden.
Die Versammlung entlastete die Vorstandschaft einstimmig und endete nach einer straffen Sitzungsleitung bereits nach 30 Minuten.
Den kompletten Bericht finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.




