Die Bilanz für das Jahr 2025 dokumentierte große Einsatzbereitschaft. Der Blick in die Zukunft war von Aufbruchstimmung geprägt. Die Abteilung ist um acht Aktive auf nun 50 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner angewachsen.
Die Abteilung Zell a. H. der Freiwilligen Feuerwehr traf sich am Samstagabend unter der Leitung von Abteilungskommandant Stefan Maier zu ihrer letzten Generalversammlung in dieser Form. Dennoch war von Abschiedsstimmung nichts zu verspüren.
Die Bilanz für das Jahr 2025 dokumentierte eine große Einsatzbereitschaft der Aktiven. Gleichzeitig war der Blick entschlossen in die Zukunft gerichtet – auf die bevorstehende Generalversammlung der Gesamtwehr und auf die Modernisierung des Feuerwehrgerätehauses.
Den Schwebezustand beenden
Neben den aktiven Feuerwehrmitgliedern konnte Stefan Maier allen voran Bürgermeister Günter Pfundstein, den neuen Abteilungskommandanten Alexander Zwick und seinen Stellvertreter Florian Lehmann begrüßen.
Für Alexander Zwick war es in seiner Funktion als Gesamtkommandant die erste offizielle Versammlung. „Turbulente Jahre liegen hinter uns“, stellte er fest und lenkte den Blick nach vorne. Der Umbau des Gerätehauses stehe bevor und die Zusammenlegung der drei Abteilungen bis zum Jahr 2027 sei beschlossene Sache. „So lange wollen wir aber nicht warten. Der Schwebezustand kann so nicht weitergehen“, erklärte Alexander Zwick. Er bestätigte, dass hinter den Kulissen viele Gespräche zur Vorbereitung der Hauptversammlung der Gesamtwehr mit der Neufassung der Feuerwehrsatzung und der Besetzung der Funktionen geführt werden.
Den versammelten Feuerwehrkameraden bescheinigte Zwick eine große Einsatzbereitschaft und einen hohen Ausbildungsstand. „Positiv turbulent“ bewertete er die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Als ein Ziel erklärte der Gesamtkommandant, dass man die Alters- und Ehrenabteilung mehr ins Boot holen müsse. Insgesamt gelte es „die Motivation so hochzuhalten, wie sie schon ist“. Die Zeller Feuerwehr sei „ein cooler Haufen“ bestätigte der neue Gesamtkommandant und zeigte sich selbst hoch motiviert: „Es macht keinen Sinn, 100 neue Mannschaftsspinde zu bauen, wenn sie nicht auch mit Uniformen der Aktiven gefüllt werden.“
Neugründung als Chance wahrnehmen
„Heute ist die letzte Abteilungsversammlung der Feuerwehr Zell“, machte Bürgermeister Günter Pfundstein unmissverständlich deutlich und warb gleichzeitig dafür, die Neugründung der Feuerwehr als Chance wahrzunehmen. Er erwarte auch von den Abteilungen Unterharmersbach und Unterentersbach zeitnah klare Entscheidungen und dass sie den neuen Zukunftsstrukturen nicht im Wege stehen.
Die Verwaltung und der Gemeinderat hätten ihre Hausaufgaben gemacht. Der Feuerwehrbedarfsplan wurde einstimmig beschlossen und in der April-Sitzung werde der Rat 105.000 Euro für die Beschaffung des Digitalfunks freigeben. Für den Bau von drei Fahrzeuggaragen hat die Stadt Zell einen Förderantrag in Höhe von 270.000 Euro gestellt. Darüber hinaus, so Bürgermeister Pfundstein, hoffe man auf KfW-Fördermittel für energetische Maßnahmen an Heizung, Fenstern und Dach für eine effizientes Gebäude. Aus dem Sondervermögen des Bundes werde die Stadt Gelder für den Neubau des Kindergartens und des Feuerwehrgebäudes beantragen. Für Zell seien beides wichtige Infrastrukturmaßnahmen. „Wir werden Gas geben“, versprach der Bürgermeister den versammelten Feuerwehrleuten. Bis Ende 2027 werde man ein tolles Gebäude haben, das für die Zukunft gerüstet ist.
Auch in Sachen Kameradschaft sieht der Bürgermeister die Feuerwehr gut aufgestellt. Das Maibaumstellen für Alexander Zwick am 1. März mit rund 30 Aktiven habe gezeigt, dass die Mannschaft hinter dem neuen Kommandanten stehe. Er habe auch das Ohr an der Bürgerschaft und höre, dass man stolz auf die Freiwillige Feuerwehr sei. „Wir können positiv nach vorne blicken“, bestätigte Bürgermeister Pfundstein und bat die Versammlung darum, die kommenden Aufgaben mit Elan und Motivation anzupacken.
Rund 3000 ehrenamtliche Stunden geleistet
Die Regularien der Generalversammlung waren nach Feuerwehrart zügig erledigt. Abteilungskommandant Stefan Maier berichtet, dass man im Jahr 2025 keine Todesfälle beklagen musste. Dennoch erhob sich die Versammlung im Gedenken an die verstorbenen Mitglieder zu einer Schweigeminute: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.“
Der Abteilung Zell gehören 50 aktive Mitglieder an. „Das ist eine Steigerung um acht Personen innerhalb von einem Jahr“, zeigte sich der Abteilungskommandant erfreut. Außerdem habe man fünf Alterskameraden.
Die Freiwillige Feuerwehr wurde 2025 zu 96 Einsätzen gerufen und hat 1037 Einsatzstunden geleistet. Weitere fast 2000 Stunden wurden bei 50 Ausbildungseinheiten erbracht. „Insgesamt sind das über 3000 Stunden im Ehrenamt erbracht“, zog Stefan Maier eine stolze Bilanz. Er zeigte sich erfreut, dass bei den Proben durchschnittlich 20 bis 30 Mann mit dabei sind.
Durchschnittlich zwei Einsätze pro Woche
42 Mal musste die Feuerwehr im vergangenen Jahr wegen Brandalarm ausrücken. Beeindruckend nannte er das Großfeuer in Gengenbach. In Unterentersbach war ein Traktor in Brand geraten. 19 Mal hat eine Brandmeldeanlage ausgelöst.
Bei 46 Einsätzen musste technische Hilfe geleistet werden. 21 Mal rückte die Feuerwehr zur Überlandhilfe aus, davon acht Mal nach Biberach, drei Mal nach Nordrach und einmal nach Oberharmersbach. „Durchschnittlich wurde die Feuerwehr zu zwei Einsätzen pro Woche alarmiert“, stellte Stefan Maier fest.
Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.





