Zwischen Brandmauer und KI-Pranger feiert die Insel-Gemeinschaft ihre Version der Wahrheit.
Das Mikrofon knackt, das Licht geht an. Der Inselabend am Freitag in den Klosterbräustuben mischte lokale Themen mit Medienparodie und Tanz.
„Licht an, Ton passt, Kamera läuft“, schallt es durch den Saal. Der „Inseltalk“ beginnt. Larkus Manz (die Ähnlichkeit mit einem bekannten ZDF-Talker ist rein zufällig, aber absolut gewollt) steht geschniegelt im Scheinwerferkegel bittet und zur Diskussion über das Reizthema der Saison: Die „Brandmauer“ der Narrenzunft Zell in Richtung der neuen Moorgluthexen.
Alle reden. Einer schweigt.
Auf dem Podium wird nicht lang gefackelt. „Wir sind eine freie Zunft und wir nehmen am Umzug teil!“, skandiert Herr Moorgluthexe. Bürgermeister Pfundstein, für diesen Abend durch einen stummen Stein symbolisiert, schweigt beharrlich. Die Wirtschaft hingegen wittert Chancen: Wursthändler Berthold D. ist die Mauer egal, solange er davor verkaufen darf, und Supermarkt-Chef Schwester blickt dem Hindernis gelassen entgegen: „Ich darf höher bauen, ich schau da einfach drüber.“ Frau Eckwaldhexe profitiert als lachende Dritte vom neuen Image-Schub – und Frau echte Hexe meint gar, Parallelen zwischen Brandmauer und Scheiterhaufen ausgemacht zu haben. Erst ein Anruf von Clemens Halter beendet das wortreiche Chaos.
Ein neues Album
Am Kaffeetisch wird es gemütlicher und bissig. Die Kaffeetanten rücken an, es wird im Poesiealbum geblättert. Zwischen „Sei brav wie ein Engel“ und einem kräftigen Schluck Schnaps stellen sie fest: Männer und Poesie passen zusammen wie Sekt und Weckwurst – beides für sich toll, aber kombiniert eher eine Herausforderung. Doch der Abend hatte auch Herz: Zum 88-jährigen Bestehen der Insel (1938–2026) wird ein neues Poesiealbum für alle Gäste eröffnet.
Best of Vergangenheit
Dass Bildung auf der Insel nicht zu kurz kommt, bewiesen die inseleigene Version des Erfolgspodcasts „Geschichten aus der Geschichte“. Als zwei sich herrlich missgünstig ins Wort fallende Klugscheißer präsentierten die Hosts ein „Best of“ historischer Ereignisse, untermauert mit skurrilen Gesangseinlagen.
Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.





