Das neue Theater in der Lohgass erhitzt die Gemüter in ZELL. Vor allem die Damenwelt ist in heller Aufruhr, was die Wahl des Kostüms angeht. Manche freuen sich endlich wieder mal das kleine Schwarze rauszuholen und Großstadtflair zu genießen, andere gehen eher auf traditionelle Fasendsmode oder Casual, wie man heute so schön sagt.
Unfreiwilligerweise haben wir ein Gespräch einer Gruppe junger Frauen am Samstag auf dem Städtlemarkt belauscht:
„Des isch so schwierig mit dem Koschdüm für de Lohgassabend.“
„Ja, so ein Theater.“
„Mer weiß jo gar nid was sie spiele?“ „Viellicht was von Bertold Brecht, oder doch eher von Berthold Damm.“
„Bertold Brecht isch hald schu schwere Koschd.“
„Aber Berthold Damm manchmal au, ich sag nur Broatwurschd mit Suurkrut und Schupfnudle. Des liegt mer als schu schwer im Mage.“
„Ja siehsch un was ziegsch donn an?“ „Am End spiele sie noch Mutter Courage?“ „Des sinn jo nur Lumbä.“
„Oder doch was vun de Dreigroscheoper? Ich weis nid,
vielleicht gibts au ä gonz modernes Theater, des wär dene Lohgässler zuzutraue.“
„Kumm hör mer doch uff un moche kei so gschiss. Die Lohgässler moche des schu so dass für jeden ebbis debi isch. Ich zum Beispiel zieh mins Koschdüm vun de letzschde Fasend on, mit dem hab ich nämlich ä morz Theater ghet, bisses fertig war.
„Ich glaub om beschde wird’s, wenn jeder des onzieht mit dem er sich wohlfühlt. Obwohl so ä abendkleid ..?“
„Hör jetzt uff, luschdigs wirds allemal. Adje un bis nägschd woch om Lohgassabend.“
Hoorig isch die Katz




