Gemeinderat befürwortet Testphase. Verwaltung sieht Zeitersparnis. Positive Erfahrungen bei ersten Erprobungen im Ortschaftsrat
Unterharmersbach.
Die Stadt Zell setzt künftig bei der Dokumentation von Rats- und Ausschusssitzungen auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Die Protokollierungslösung soll über einen Zeitraum von drei Monaten getestet werden. Der Gemeinderat stimmt dem Vorhaben bei einer Enthaltung zu.
Bereits seit November 2025 hat die Verwaltung die Software bei internen Besprechungen und bei einer Sitzung des Ortschaftsrats Unterharmersbach getestet. „Wir haben positive Erfahrungen gesammelt“, berichtete Hauptamtsleiter Ulrich Reich bei der Ratssitzung am Montag. Als Technik reiche ein Smartphone mit der dazugehörigen App.
Die Software wird von der SpeechMind GmbH mit Sitz in Dresden hergestellt und verspricht durchschnittlich 70 Prozent Zeitersparnis gegenüber der manuellen Dokumentation. Bisher werden rund zwei bis drei Stunden für die Anfertigung einer Niederschrift benötigt.
Bereits über 100 Kommunen setzen die KI bei der Protokollierung ein. Wahlweise können Wortprotokolle, Verlaufsprotokolle und Ergebnisprotokolle erstellt werden. Die Daten würden nach modernsten Standards verschlüsselt und sicher verarbeitet. Die Verarbeitung erfolge vollständig DSGVO-konform.
Hauptamtsleiter Ulrich Reich erklärte, dass nach der Testphase die Ergebnisse systematisch analysiert werden sollen. Die Kosten für die Software-Lösung in Höhe von rund 1500 Euro sind im Haushalt 2026 der Stadt Zell bereits eingestellt.
Den kompletten Bericht finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.




