Am Montag kann er Geburtstag feiern und ist bemerkenswert rüstig. Sein Hobby als Amateurfunker übt der Uhrmachermeister noch täglich aus.
Am kommenden Montag, 2. Februar 2026, kann Eberhard Heilmann seinen 101. Geburtstag feiern und ist bemerkenswert körperlich und geistig rüstig. „Ich habe keine Langweile“, erklärt der Jubilar mit einem Schmunzeln. Mit seinen 101 Jahren ist er der älteste Mitbürger der Stadt Zell. Älter als er ist nur Heilpraktikerin Berta Breig, die am 31. Juli 2025 bereits ihren 102. Geburtstag feiern konnte.
Gerne erinnert sich Eberhard Heilmann an seinen 100. Geburtstag vor einem Jahr. „Es war ein schönes Fest.“ Unter anderem hatte er Besuch von Bürgermeister Pfundstein bekommen, der es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen lässt, Eberhard Heilmann am Montag die Glückwünsche der Bürgerschaft zum 101. Geburtstag zu überbringen. Ansonsten wird in kleinem Familienkreis gefeiert.
Auch wenn ihm das Gehen etwas schwerer fällt, ist Eberhard Heilmann auf keine fremde Hilfe angewiesen. „Ich habe ein gutes Immunsystem und brauche keinen Arzt“, bestätigt der Jubilar. Er trinkt keinen Alkohol und raucht nicht.
Das Kochen ist eine seiner Aufgaben, die er täglich für seinen Sohn und sich übernimmt. Ansonsten ist sein Reich unterm Dachgiebel des Wohnhauses im Bruch. Jubilar Eberhard Heilmann ist ein begeisterter Amateurfunker und ein versierter Elektroniker. Auch mit seinen am Montag nun 101 Jahren ist er noch täglich unter seiner Funkadresse „Delta Lima 2 Golf Alpha Echo“ im Gespräch mit Amateurfunkern in ganz Deutschland und teilweise sogar europaweit.
Schon als Kind von der Technik fasziniert
Die Wiege von Eberhard Heilmann stand am 2. Februar 1925 in Dresden. Schon als Kind hat ihn die Technik fasziniert. Er erlernte den Beruf des Uhrmachers und hatte dabei auch die Unterstützung seiner Eltern. Als Uhrmacher musste man sein eigenes Werkzeug besitzen. Seine Eltern haben es ihm damals für 2000 Mark gekauft.
Während des zweiten Weltkriegs war er in Russland und in der Ukraine im Einsatz. Am Heiligabend 1945 kehrte er aus der Gefangenschaft wieder nach Hause. Im Jahr 1948 legte Eberhard Heilmann an der Deutschen Uhrmacherschule in Glashütte/Sachsen die Meisterprüfung ab.
Stolz präsentiert er sein Meisterstück, eine Taschenuhr, die noch heute intakt ist und präzise läuft. Auch eine große Standuhr hat er vor vielen Jahren in Dresden in allen Teilen maßgenau gefertigt. Sie läuft bis heute mit großer Genauigkeit. „Und sie läuft nochmals 100 Jahre“, ist sich Eberhard Heilmann sicher.
Vom Uhrmachermeister zum Werkzeugentwickler
Der Beruf als Uhrmachermeister führte Eberhard Heilmann im Jahr 1950 nach Zell a. H., wo er beim Uhrengeschäft Schmider in der Hauptstraße eine Anstellung gefunden hat. Hier kam er auch in Kontakt mit Unternehmer Dr. Dietmar Lauermann von den Prototyp-Werken, wo er bis zum Renteneintritt im Jahr 1988 als Werkzeugentwickler tätig war.
Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.





