Drohnen-Experte Nico Ninov im Interview über die Zukunft der unbemannten Luftfahrt:

»Wir werden schon sehr bald einen Flugkorridor am Himmel sehen, der ausschließlich für Transport-Drohnen reserviert ist.«

Die Luft gehört uns allen. Das ist richtig, wenn es ums Atmen geht. In Sachen Luftverkehr ist das ein bisschen anders. Es gibt Flugkorridore, die den Luftverkehr in geordnete Bahnen lenken, und jede Menge Vorschriften drumherum. Nun wurde die EU-Richtlinie für den Betrieb von Drohnen in nationales Recht gegossen. Das gilt für gewerbliche wie private Drohnen-Piloten gleichermaßen. Susanne Vollrath hat mit Nico Ninov, Gründer der Drone-Lions Academy, über die neuen Regeln gesprochen.

Gleich zu dem, was wohl die meisten interessiert: Was sollte jemand, der eine Foto-Drohne besitzt und sie auch künftig fliegen lassen will, JETZT unternehmen?

Wer eine Foto- oder Video-Drohne fliegen möchte, muss für sie eine Haftpflichtversicherung abschließen und seit dem 1. Januar 2021 einen Drohnen-Führerschein machen. Außerdem muss er sich als Betreiber beim Luftfahrtbundesamt registrieren. Die dann zugeordnete Betreiber eID muss vor dem ersten Flug an der Drohne dauerhaft und sichtbar angebracht werden. Das darf inzwischen auch beispielsweise mit einem Etikettendrucker gemacht werden. Feuerfest muss die Plakette nicht mehr sein.

In wenigen Sätzen: Was hat sich mit der neuen Drohnenverordnung verändert?

Es wird nicht mehr zwischen gewerblicher Nutzung und Betrieb eines unbemannten Luftfahrzeugs zu Sport- und Freizeitzwecken unterschieden. Jeder Drohneneinsatz wird jetzt nach dem potenziellen Risiko in der Luft und am Boden bewertet. Die wesentlichen Veränderungen der neuen Drohnenverordnung, die seit Juli 2021 gilt, sind die neuen Betriebskategorien offen, spezifisch und zulassungspflichtig.

Das komplette Interview und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.

 

Die neue Drohnen-Verordnung im Praxis-Check

Welche Genehmigungen man wofür braucht – Antworten auf die häufigsten Fragen

Was ist nötig, wenn ich …

… mein eigenes Haus von oben fotografieren möchte?

Das ist mit dem kleinen und großen Drohnen-Führerschein möglich. Solange ich die Drohne dabei genau über mein Grundstück fliege und auch die Kamera nur auf mein Grundstück richte, ist dies bis 120 Meter Höhe erlaubt. In jedem Fall muss man eventuelle Flugverbotszonen und die Privatsphäre anderer Personen beachten.

 

… das Haus eines anderen von oben fotografieren möchte?

Zusätzlich zu den oben genannten Voraussetzungen, benötige ich hier die schriftliche Einverständniserklärung des Eigentümers oder bevollmächtigten Nutzers (zum Beispiel des Mieters) sowie in manchen Fällen eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Ordnungsamt. Außerdem sollte in jedem Fall die örtliche Polizei-Dienststelle über den geplanten Drohneneinsatz informiert werden, damit bei Anrufen der Nachbarn nicht direkt ein Einsatz gestartet werden muss.

Das komplette Interview und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.