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Zell am Harmersbach | 16.12.2019

»Die Goldhaube ist sensationell«

Erste Kunst-Ausstellung in den neuen Fabrikverkauf- Räumlichkeiten der Zeller Keramik – Emotionalisierende Heimat-Werke des jungen José Schloss

Foto:
José Schloss (links) und Ralf Müller vor zwei der Trachtenbilder des jungen Künstlers. Foto: Inka Kleinke-Bialy
von Inka Kleinke-Bialy

»Die Goldhaube ist sensationell«, freute sich Ralf Müller – der geschäftsführende Gesellschafter der Zeller Keramikmanufaktur – in seiner Begrüßungsrede zu einer Ausstellung, die am vergangenen Samstag im neuen Werksverkauf in der Zeller Innenstadt eröffnet wurde.

Foto: Inka Kleinke-Bialy
Stolze 2,34 mal 0,80 Meter misst dieses imposante Werk.
Foto: Inka Kleinke-Bialy
José Schloss vor der am Tag vor der Zeller Vernissage erstellten Wandinstallation in Freiburg.
Foto: Inka Kleinke-Bialy
Während der Vernissage bot Christine Bieri »Mr. Cuckoo« an – den von der Zeller Naturarzneimittel-Firma Klein nach einem alten Rezept hergestellten Schwarzwälder Kräuterlikör.
Gerne nahmen Besucher die Gelegenheit wahr, mit dem Künstler ins Gespräch zu kommen.

 

Ralf Müller betonte die Eigenschaft Zells als Kunststädtle: »Es gibt hier die Kunstwege, verschiedene Galerien und natürlich einen Stadtkünstler.« Dieses Angebot, dieses Spektrum gelte es zu bereichern mit jungen Künstlern, die noch nicht arriviert sind.

Mit Künstlern also, die sich noch nicht auf dem großen Pflaster Freiburgs, Basels oder Karlsruhe haben ausstellen lassen. So wie Schloss, dessen Werke ihren Weg bereits in die Ausstellungsräume regionaler Banken sowie in Rathäuser gefunden haben. Und die derzeit überdies im Hornberger Hotel Landhaus Lauble sowie im Freiburger »Lust auf Gut«-Store zu sehen sind.

Mit dem 1995 geborenen Hornberger habe er bereits »ein ganz spannendes Projekt in Wolfach« begonnen, so Ralf Müller, »und ich freue mich riesig über die neuesten Bilder des Künstlers jetzt hier in unseren Zeller Räumlichkeiten.«
»Greifen Sie zu«, ermunterte der Geschäftsführer jene unter den Besuchern, die noch das eine oder andere Weihnachtsgeschenk suchen. Und lenkte denn auch gleich die Aufmerksamkeit auf den jungen Mann, der im nächsten Jahr an der Kasseler Kunsthochschule sein Produktdesign-Studium abschließen wird.

Mit dem ersten Satz kam dieser auf das zu sprechen, was seine Heimatmotive interpretierenden Arbeiten ausmacht: »Das ist immer das Heikle, etwas zu Malen, was dort eigentlich gar nicht hin gehört. Beispielsweise irgendwelche Dinge bei einer Tracht, die gar nichts mit der Tracht zu tun haben.«

Heimat ist generell das Thema des Künstlers mit deutsch-spanischen Wurzeln. Jene Schwarzwälder Heimat, von der er einst möglichst weit wegwollte, weil sie ihn »nervte«. Und die ihn inzwischen so sehr anzieht, dass er sie alle zwei bis drei Wochen aufsucht. Schon alleine, weil er in Hornberg seit kurzem ein neues Atelier hat, wo man ihn ab Januar nach Vereinbarung (siehe www.j-schloss.com) aufsuchen kann.

Vertreter »der jungen Wilden«

»Sie sehen hier meine neuesten Arbeiten, die in der letzten Zeit entstanden sind«, erklärte José Schloss mit Blick auf die in der Regel 80 mal 60 Zentimeter großen Unikate auf Leinen, auf etwa 4 Zentimeter tiefe Rahmen aufgezogen. Wobei der Künstler in Mischtechnik arbeitet, mit Acryl, Aquarell, Wachs und Filzstift. Seine Interpretation der »Goldhaube« der Zeller Tracht glänzt darüber hinaus mit partiellem Blattmetall-Auftrag.

Aber auch Großformatiges erstellt er, der am Tag vor der Zeller Vernissage im Rahmen eines Events in oben genannter Freiburger Lokalität, »einem mega hippen Laden«, ein überdimensionales Kuckucksuhr-Gemälde an die Wand zauberte – in nur einem Tag. »Das war die größte Arbeit, die ich je gemacht habe, ungefähr vier mal fünf Meter.« Sehr stressig gewesen sei das, gestand Schloss ob des Drucks, das Werk unter dem Blick vieler neugieriger Augenpaare eben an diesem einen Tag auf die Beine zu stellen.

Daher rührten seine dunkl­en Augenringe, die aufmerksamen Vernissage-Besuchern nicht entgangen sein dürften. Dennoch wirkte José Schloss entspannt und zufrieden. Denn auch in Zell kommen seine leicht und luftig wirkenden, weil auf das Wesentliche reduzierten Interpretationen traditioneller Heimatmotive bestens an: Ebenso minimalistisch wie modern, und gänzlich anders dargestellt als gewohnt.

So auch die Hirsche, die der »junge Wilde«, wie Müller den Künstler bezeichnet, auf einer Breite von stolzen 2,34 Metern kreiert hat. Bis Ende Januar ist die Ausstellung zu den regulären Öffnungszeiten der Zeller Keramikmanufaktur in der Hauptstraße 48 zu besichtigen.

 

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Schlagworte:
Kunst, Zeller Keramik Manufaktur

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