Neue Impulse fürs Tannenbaumstädtle

Initiative von Manfred Lehmann findet großen Anklang – Turnverein hilft mit

Seit mehreren Jahrzehnten ist Zell am Harmersbach in der Advents- und Weihnachtszeit landauf, landab als Tannenbaumstädtle bekannt. Aber das geschlossene Erscheinungsbild hat in der vergangenen Jahren immer größere Lücken bekommen. Das soll in diesem Jahr nun wieder besser werden.

»Nicht nur reden sondern handeln«, lautet die Devise von Schreinermeister Manfred Lehmann, der dem Tannenbaumstädtle neue Impulse verleihen will. Im vergangenen Advent habe das Tannenbaumstädtle seinem Namen keine Ehre mehr gemacht, erinnert sich Manfred Lehmann. Das habe zu vielen Diskussionen geführt und letztlich auch die Idee reifen lassen, dort zu helfen und zu unterstützen, wo keine Tannenbäumchen mehr an den Fassaden angebracht wurden.

Für diese Idee konnte Manfred Lehmann seine Freunde vom Zeller Turnverein begeistern, die ihre Mithilfe zugesagt haben. In der Woche vor dem ersten Advent wird die Gruppe beim Schmücken des Tannenbaumstädtles mithelfen. Unterstützt werden die Männer vom langjährigen Zeller Bauhofleiter Erwin Pfaff, der die Hebebühne bedient.

Da es sich um eine Sportgruppe des TV Zell handelt, würde man es begrüßen, wenn sich die Geschäftsinhaber oder Hausbesitzer im Gegenzug für die Unterstützung mit einer Spende an die Jugend des Turnvereins erkenntlich zeigen. Als Orientierungsbetrag sind 25 Euro pro montiertem Baum angedacht.

Natürliches Erscheinungsbild bewahren

»Wir rennen mit unserem Impuls offene Türen ein«, berichtet Manfred Lehmann von der Resonanz in den vergangenen Tagen und Wochen. Viele Gespräche wurden schon geführt und überall erfahre er Zustimmung.

Mit im Boot ist auch der Handels- und Gewerbeverein, wo Manfred Lehmann Vorstandsmitglied ist. Das Konzept, wie die Tannenbäume an den Geschäftshäusern besonders schön geschmückt werden können, wurde im Verein schon vor einigen Jahren entwickelt. Die passenden Lichterketten in zwei Varianten mit großen Kerzen und kleineren LED-Leuchten sind im Geschäft der HGV-Vorsitzenden Jutta Schmid erhältlich. Ziel ist ein einheitliches Erscheinungsbild, das nicht von bunten oder gar blinkenden Lichtern gestört werden soll.

Zusätzlich drei große Tannenbäume

Wichtigster Akteur in Sachen Tannenbaumstädtle ist die Stadt Zell. Der Betriebshof stellt 14 große Bäume in der Kernstadt und in den Ortsteilen auf. 16 Bäume werden beleuchtet. Auch die Verteilung der kleinen Bäumchen für die Hausbesitzer wird vom Betriebshof übernommen.

Bereits in seiner Sitzung Anfang März hat der Zeller Gemeinderat beschlossen, dass auf dem Platz des ehemaligen Mammutbaums, wo seit 2011 eine große Lücke klafft, zu Weihnachten 2019 wieder ein größerer Tannenbaum installiert wird.

Manfred Lehmann hat an die Aktion die Bedingung geknüpft, dass auch zentral in der Stadtmitte wieder ein großer Christbaum aufgestellt wird. Als Platz wurde der Eingang zur Kirchstraße direkt neben der Bäckerei Dreher gefunden. Inhaber Markus Dreher ließ sich für die Idee begeistern. Bei einem Vor-Ort-Termin kam auch von Diana Bruder vom Ordnungsamt sowie von Betriebshofleiter Matthias Fritsch von der Stadt Zell grünes Licht.

Inzwischen gibt es noch einen dritten Platz für einen größeren Tannenbaum. Der befindet sich in der Oberstadt vor dem Bistro der Metzgerei Wagner, wo sich sonst die Außenbestuhlung befindet.

HGV-Mitglieder und Hausbesitzer, die von der »Aktionsgruppe Tannenbaumstädtle« Unterstützung wünschen, sollen sich bis zum 15. November bei Manfred Lehmann (E-Mail: info@lehmann-schreinerei.de) melden. In der Woche vor dem 1. Advent geht es dann an die Arbeit, ganz nach dem Motto des Handels- und Gewerbevereins: »Gemeinsam sind wir stark!« Für Manfred Lehmann ist klar, dass die Aktion letztlich allen Zeller Bürgern und Gästen dient, die sich zur Weihnachtszeit dann an einem schönen Tannenbaumstädtle erfreuen können.

Schreiben Sie einen Kommentar

Schwarzwälder Post – Ihre Druckerei im Mittleren Schwarzwald