Bombastischer Sommer brachte Familienbad an die Kapazitätsgrenze

Mehr als 90.000 Besucher genossen das »Urlaubsfeeling plus« in diesem Jahr – Am kommenden Sonntag ist letzter Badetag

»Nicht gut, sondern bombastisch«, so schätzt Volker Werthwein das Schwimmbadjahr 2018 ein. Ab Sonntag öffnet das Bad (Wassertemperatur am Dienstag: 20 Grad C) zum letzten Mal seine Pforten, bevor dann alles winterfest gemacht wird. Kabinen und Schließfächer müssen bis dahin geleert werden.

Nicht nur der Betriebsleiter, auch Kiosk-Betreiber Bora Cengiz aus Gengenbach zeigt sich überaus zufrieden. »Wir hatten reichlich zu tun«, freut er sich. Das beständige Wetter habe sich positiv ausgewirkt, ist er sich sicher. Dazu sei gekommen, dass das Familienbad längst nicht mehr nur für Einheimische eine Adresse ist, an der man gerne einen ganzen Tag verbringt. Gezeigt hat sich das unter anderem darin, dass mehr Mittagessen nachgefragt wurden. Und da die Qualität offensichtlich stimmt, war der Gang zum Kiosk für die Badegäste auch beim zweiten, dritten oder vierten Besuch selbstverständlich. Insgesamt 15 Mitarbeiter sorgten sich um das leibliche Wohl im Familienbad. An Spitzentagen waren bis zu acht Mitarbeiter gleichzeitig im Einsatz, um die zahlreichen Wünsche zu erfüllen. Das Team war stets fix auf den Beinen und konnte die allermeisten Bestellungen in kurzer Zeit an die meist geduldigen Badegäste übergeben, sollte es doch einmal Wartezeiten gegeben haben. Dass das eine Herausforderung ist, die das Team gerne und gut angenommen hatte, zeigt sich an folgender Rechnung: An einem Spitzentag sind rund 4.000 Besucher im Schwimmbad. Wenn jeder zweite den Kiosk nutzt und die Bedienzeit auch nur eine Minute beträgt, sind 33 Stunden nötig, um dem Andrang gerecht zu werden. Zum Glück wurde bereits ein zweites Verkaufsfenster eingerichtet. Alle Speisen werden frisch im Zeller Schwimmbad zubereitet. Da scheint die Größe der Küche nicht mehr der Zahl der Badegäste und der Vielfalt der Speisekarte gerecht zu werden. Über bauliche Maßnahmen, die Abhilfe schaffen könnten, muss also demnächst beraten werden. Dass die Arbeit im Schwimmbad-Kiosk mehr werden kann als ein Saisonjob, hat sich in diesem Jahr übrigens ebenfalls gezeigt. Eine junge Mitarbeiterin hat eine Ausbildung zur Fachfrau zur Systemgastronomie begonnen, was nicht zuletzt ihren Chef Bora Cengiz sehr freut.

Letzter Badetag: 9. September

Mehr als 90.000 Besucher zählte das Familienbad Zell in dieser Saison. Nach dem Temperatursturz in der letzten Woche sind die Besucherzahlen abrupt abgerissen. Betriebsleiter Werthwein weiß aus Gesprächen, dass die Badegäste unter anderem die idyllische Lage schätzen, die so kein anderes Bad in der Region zu bieten hat, das wertschätzende Miteinander und das »Urlaubsfeeling Plus«, das sich im Handumdrehen einstellt, wenn man entspannt auf der Terrasse den Ausblick ins Bad und die Umgebung genießt.

Am Sonntag hat das Bad in dieser Saison ein letztes Mal von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Volker Werthwein bittet alle Badegäste darum, die Kabinen und Schließfächer bis Ende der Woche zu leeren und die Liegen abzuholen. Die Chipkarten kann man behalten und nächstes Jahr einfach aktualisieren lassen. Ab Mitte September wird dann abgeräumt, die Rutsche poliert und das Edelstahl gereinigt. Wenn der erste Frost droht, beziehen die meisten Kübelpflanzen ihr Winterquartier. Dafür müssen sie nicht weit umziehen. Sie werden in der Dusche eingewintert.

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