Kirchliche Sozialstation St. Raphael e. V.:

Team der Familienpflege erhält Verstärkung

Zell a. H. Seit dem 1. September ist Vanessa Steiger die neue Mitarbeiterin im Team der Familienpflege. Sie ist gelernte Familienpflegerin und absolvierte ihr Anerkennungsjahr in Freiburg.

Barbara Armbruster, Einsatzleitung Familienpflege bei der Sozialstation St. Raphael, hat sich mit Vanessa Steiger über ihren Beruf und ihre Motivation unterhalten.

Barbara Armbruster: Was war ihre Motivation den Beruf der Familienpflegerin zu ergreifen?

Vanessa Steiger: Mich reizt vor allem die Vielfältigkeit in diesem Beruf. Man weiß nie, was einen im nächsten Einsatz erwartet, deshalb ist es sehr abwechslungsreich und man kann sich immer neuen Herausforderungen stellen. Außerdem kann ich sehr selbstständig in und mit den Familien arbeiten und mich freut es sehr, wenn ich Menschen in schwierigen Lebenslagen zur Seite stehen und diese mit meinem Handeln unterstützen kann.

Wie verläuft die Ausbildung zur Familienpflegerin?

Die Ausbildung zur Haus- und Familienpflegerin dauert drei Jahre. Davon bestehen die ersten beiden Ausbildungsjahre aus Blockunterricht und Praktika. Das 3. Jahr ist das Anerkennungsjahr, in welchem man schon voll arbeitet, beispielsweise in der klassischen Familienpflege oder in einer Einrichtung für Kinder oder Jugendliche. Die drei Schwerpunkte dieser Ausbildung sind Hauswirtschaft, Pädagogik und Pflege, sowohl Alten- als auch Säuglingspflege.

Was sind ihre Aufgaben in den Familien?

Es ist eine abwechslungsreiche Mischung aus Haushaltsarbeiten wie Kochen, Reinigungsarbeiten und Wäsche­pflege, Kinderbetreuung und Säuglingspflege. Bei landwirtschaftlichen Einsätzen wird mein Arbeitsfeld noch etwas erweitert, da man dort selbstverständlich auch im Stall hilft die Tiere zu versorgen und oftmals auch viel Gartenarbeit anfällt.

Was bereitet ihnen am meisten Freude in ihrem Beruf?

Ich finde es sehr faszinierend immer wieder zu sehen, wie unterschiedlich der Alltag in den Familien abläuft. Das Schöne daran ist, dass ich nie auslerne und von jedem Einsatz neue Erkenntnisse mitnehmen kann. Es ist wunderbar, wenn ich spüre, dass die Eltern meine Arbeit schätzen und die Kinder sich auf mich freuen.

Was ist ihr Fazit nach über einem Jahr als Familienpflegerin?

Gut strukturiert zu arbeiten, Traditionen und Regeln der Familien anzunehmen und eigene mitzubringen, kreativ zu sein, einfühlsam mit den Eltern und ihren Kindern umzugehen und sehr flexibel und anpassungsfähig zu sein, all das macht für mich diesen Beruf genau zu der Arbeit, die ich immer ausüben wollte.

Fragen rund um das Thema Familienpflege beantwortet Barbara Armbruster gerne. Sie ist unter Telefon 07835/631284 zu erreichen.

Ein Kommentar

  1. Boris Hoeth
    Boris Hoeth um |

    Vanessa, deine Begeisterung für deinen Berufung – für diesen Beruf – spürt man aus dem Zeitungsartikel heraus. Gut zu wissen, dass es Menschen wie Dich in der Familienpflege gibt. Weiterhin viel Freude und gute Erlebnisse.

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