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Zell am Harmersbach | 3.07.2017

Bildsteinpreise 2017 für Lisa Proß, Florian Krämer und Nadine Haas

Sonderpreis für Top Bromund – Heimatkundlicher Aufsatz-Wettbewerb wurde in diesem Jahr zum 40. Mal durchgeführt

Foto:
Bildsteinpreisverleihung 2017. Vordere Reihe, von links: Lehrerin Laura Appenzeller, Top Bromund (Sonderpreis), Lisa Proß (1. Preis), Nadine Haas (3. Preis), Florian Krämer (2. Preis) und Lehrerin Berit Langosch. Dahinter die Jury-Mitglieder (von links): Horst Feuer, Heinz Scherzinger, Herbert Vollmer, Sabine Richter, Wolfgang Westermann, Bernd Antes, Rektor Martin Teufel, Dieter Petri und Bürgermeister-Stellvertreter Hannes Grafmüller. Es fehlt Bertram Sandfuchs. Foto: Hanspeter Schwendemann
von Hanspeter Schwendemann

In feierlichem Rahmen fand am heutigen Montagvormittag im Hotel »Sonne« die Verleihung der Bildsteinpreise 2017 statt. Der 1. Platz ging an Lisa Proß aus Oberentersbach, der 2. Platz an Florian Krämer aus Biberach und der 3. Preis an Nadine Haas aus Prinzbach. Mit einem Sonderpreis wurde die Arbeit von Top Bromund aus Nordrach ausgezeichnet. Lobende Worte gab es darüber hinaus für den Bildsteinpreis-Wettbewerb selbst, der in diesem Jahr zum 40. Mal durchgeführt wurde. Alle Redner unterstrichen den hohen Stellenwert der heimatgeschichtlichen Schüler­arbeiten, mit denen die Geschichte aus der Region lebendig gehalten werde.

Zu einem »schönen Ereignis mit Tradition« konnte Bürgermeister-Stellvertreter Hannes Grafmüller die Preisträger des Bildsteinpreis-Wettbewerbs, deren Lehrerinnen sowie die Mitglieder der Bewertungskommission begrüßen. Bürgermeister Pfundstein musste sich wegen aktueller Termine in Sachen L94-Sanierung entschuldigen. Hannes Grafmüller erinnerte daran, dass dieser Wettbewerb erstmals im Jahr 1977 von der Stadt Zell aus dem Nachlass von Josef Bildstein ausgelobt und seither ununterbrochen durchgeführt wurde. Wichtig sei es, dass man sich mit der Heimat identifiziert, betonte der Bürgermeister-Stellvertreter angesichts des 40-jährigen Jubiläums und zitierte einen Vers aus dem Nachlass von Josef Bildstein: »Das gute Alte aus früheren Tagen, soll man in die Zukunft übertragen.«

Mitgliedern der Jury blieb es dann vorbehalten, die vier Siegerarbeiten des diesjährigen Wettbewerbs vorzustellen. Aus der Hand von Bürgermeister-Stellvertreter Hannes Grafmüller durften die erfolgreichen Schüler die gewonnenen Preise entgegennehmen – es sind Armbanduhren, die sie sich persönlich auswählen durften. Rektor Martin Teufel ehrte die Schüler namens des Bildungszentrums Ritter von Buß. Zur Teilnahme am Wettbewerb waren die Klassen 9a und 9b des Bildungszentrums Ritter von Buß aufgerufen.

Lisa Proß: Fast ein Jahrhundert – Meine Oma Berta

Jury-Mitglied Horst Feuer stellte die Siegerarbeit von Lisa Proß aus Oberentersbach vor. In ihrer Arbeit stellt die Schülerin das Leben ihrer »Oma Berta«, eigentlich ihrer Uroma vor, die 1910 in Oberharmersbach geboren und im Alter von 99 Jahren friedlich eingeschlafen war. Die Arbeit sei eine sinnbildliche Umarmung ihrer Oma, bewertet Horst Feuer. Lisa Proß sei es mit ihrem außergewöhnlichen Aufsatz gelungen, die großen Ereignisse der Weltgeschichte mit der wechselvollen Lebensgeschichte ihrer Oma Berta zu verknüpfen. Entstanden sei ein »nettes, kleines Denkmal für eine kleine, große Frau.«

Florian Krämer: Ludwig Fehrenbacher und Familie vor und nach dem 2. Weltkrieg

Florian Krämer aus Biberach hat die Geschichte des Fehrenbacher-Hofes im Emmersbachtal in der Zeit von 1939 bis 1947 erarbeitet und damit den 2. Preis des Wettbewerbs gewonnen. Laudator Heinz Scherzinger informierte darüber, dass die Grundlagen für diesen Bildsteinaufsatz ein Tagesbuch des im Jahr 1985 verstorbenen Ludwig Fehrenbacher sowie ein Interview mit dessen Sohn bildeten. Geschildert werden von Florian Krämer die menschlichen Tragödien, die sich in den Kriegsjahren und in der Zeit danach auf dem Hof abgespielt haben. Zu erkennen sei, so Heinz Scherzinger, dass auch das Emmersbachtal nicht von den dramatischen Kriegsereignissen verschont geblieben sei.

Nadine Haas: Die Entwicklung des Musikvereins Prinzbach-Schönberg

Jury-Mitglied Wolfgang Westermann blieb es vorbehalten, die Arbeit von Nadine Haas vorzustellen, die umfassend die 100-jährige Geschichte des Musikvereins Prinzbach-Schönberg erarbeitet hat. Sie selbst ist aktive Musikerin und betont in ihrem Aufsatz, dass sie sehr glücklich sei, ein Teil des Vereins zu sein. Die Arbeit sei nicht nur ein Glücksfall für die Schülerin persönlich, sondern auch für die »Prinzbacher Musik«, die nun eine komplette Chronik erhalte. Diese müsse unbedingt im Vereinsheim ausgestellt werden, betonte Wolfgang Wes­termann.

Top Bromund: Mein Leben in Laos und in Deutschland

Mit einem Sonderpreis wurde Top Bromund ausgezeichnet. Der 18-jährige schildert in seinem Aufsatz sein altes Leben in Laos, seine Auswanderung im Jahr 2011 nach Berlin und sein Leben in Nordrach. Jury-Mitglied Herbert Vollmer hatte Top Bromund persönlich besucht und stellte seinen Aufsatz vor. Das Leben des jungen Mannes sei ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Integration schnell und gut gelingen könne. Er habe sich die notwendigen Sprachkenntnisse erworben, ist aktiver Fußballer beim ASV Nordrach und hat bei der Zimmerei Bendler schon einen Ausbildungsvertrag. Die Bildsteinarbeit von Top Bromund, so Herbert Vollmer, sei zwar kein heimatgeschichtliches Thema, erfülle aber dennoch viele der sonstigen Kriterien.

Am Wettbewerb auch in Zukunft festhalten

Aus Anlass des 40-jährigen Bestehens appellierte Horst Feuer dafür, den Bildstein-preis-Wettbewerb auch in Zukunft fortzuführen. Er selbst habe als Lehrer und nun als Jury-Mitglied den Wettbewerb die gesamte Zeit begleitet. Mit den Aufsätzen werde die Geschichte der Region lebendig gehalten. »Weiter machen! Es lohnt sich!«, rief Horst Feuer der Runde zu.

Zustimmung erhielt er von Rektor Martin Teufel. Mit den Arbeiten würden die Schüler die Flamme der Geschichte in die Zukunft tragen und nicht die Asche bewahren. Außerdem sei es an der Zeit für einen neuen Band mit Bildstein-Aufsätzen. Der Wettbewerb zeige auch, zu welchen Leistungen die Hauptschüler und Werkrealschüler fähig sind. »Alle Bildsteinarbeiten sind es Wert, gelesen zu werden«, sprach sich Rektor Martin Teufel für die Fortsetzung des Wettbewerbs aus.

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