Adventssingen in der Wallfahrtskirche brachte die Gäste dem Weihnachtsfest einen großen Schritt näher:

»Der Herr ist nicht mehr fern« und »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel«

Traditionelle Adventslieder, konzertante Panflötenklänge und ein besinnlicher Dialog zwischen einem Engel und Gott Vater im Himmel ergänzten sich am Abend des 3. Adventssonntags zu einer sehr ansprechenden und zugleich besinnlichen Stunde.

Deutlich mehr Besucher als in den Vorjahren waren der Einladung des Katholischen Kirchenchors zum Adventssingen in die Wallfahrtskirche gefolgt. »Es kam ein treuer Bote«, verkündete Bruder Pirmin in seiner Begrüßung das Thema, unter dem diese vorweihnachtliche Besinnung stand. Teelichter entlang des Mittelgangs tauchten das Gotteshaus in eine warme und friedvolle Atmosphäre.

In diese erwartungsvolle Stimmung hinein begrüßten Dirigent Wolfram Dreher und seine Sängerinnen und Sängerin die Gäste mit der Botschaft »Der Herr ist nicht mehr fern«. Mit weiteren traditionellen Adventsliedern wie »O Heiland reiß den Himmel auf« und »Maria durch den Dornwald ging« stimmte der Chor auf das nahende Weihnachtsfest ein. Auch die Gäste waren mehrfach dazu eingeladen, gemeinsam mit dem Kirchenchor einzustimmen. Der Canon »Mache Dich auf und werde Licht« und das Lied »Tauet Himmel den Gerechten« erfüllten das Gotteshaus.

»Ändert Euch«

Jutta Uhl und Melitta Himmelsbach vom Zeller Liturgieausschuss verliehen dem Engel und dem Vater im Himmel ihre Stimme. In ihrem Dialog beklagten sie, dass die Menschen die frohe Botschaft nicht mehr hören wollen. Eigentlich wolle er gar nicht mehr auf die Erde, bekannte der Engel. Den Nächsten zu lieben sei unbequem geworden, viel näher sei der eigene Besitz. »Die Kinder wurden zum Haben erzogen, nicht für das Sein«, lautete die ernüchternde Erkenntnis. Dennoch erklärte sich der Engel letztlich bereit, wie immer die weihnachtliche, frohe Botschaft der Menschen zu verkünden – allerdings am Ende mit einer Ergänzung: »Ändert Euch!«

Die Adventslieder und die eindringliche Geschichte waren eingebettet in das konzertante Spiel von Jürgen Schultis mit seiner Panflöte, Hubert Weis am Klavier und Dieter Benson an der Orgel. Am Sonntagabend waren es vor allem die Panflöten-Klassiker von Jürgen Schultis, die für Konzertgenuss sorgten. Bekannte Melodien wie »Der Hirte« oder »El Condor pasa« entfalteten sich in der hervorragenden Akustik der Wallfahrtskirche zu einem besonderen Hörerlebnis. Ein Höhepunkt des Abends war das Stück »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel«. Die fließenden Pan­flötenklänge wurden vom perlenden Klavier zauberhaft begleitet.

Mit dankbarem Applaus belohnten die Besucher alle Akteure des Adventssingens in der Wallfahrtskirche und freuten sich über die Zugabe. Mit diesem Abend konnte man dem Weihnachtsfest einen großen Schritt näherkommen.

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