Die Einsatzkräfte sind ein Stück weit an ihre Grenzen gekommen

Mit ihrem zielgerichteten Vorgehen konnten die Einsatzkräfte einen noch größeren Schaden verhindern. Zur Brandursache gibt es noch keine Erkenntnisse.

Am Vorabend zum Karfreitag hat ein Großbrand eine Produktionshalle der Firma Rombach komplett zerstört und das Dach einer angrenzenden Halle erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die Polizei schätzt den Schaden auf mehrere Millionen Euro.

Dank dem professionellen Einsatz der Feuerwehr Oberharmersbach und der weiteren Einsatzkräfte konnte ein Übergreifen des Feuers auf das weitläufige Werksgelände verhindert werden. Auch Personen sind nicht zu Schaden gekommen.

Rauchwolke war bis ins Elsass sichtbar

In der öffentlichen Gemeinderatssitzung am gestrigen Montagabend legten Kommandant Dietmar Lehmann und die beiden stellvertretenden Kommandanten Manuel Lehmann und Rainer Lehmann dem Ratsgremium einen detaillierten Bericht des Brandeinsatzes vor.

„Der Brand bei der Firma Rombach war der größte in der jüngeren Geschichte von Oberharmersbach“, erklärte Kommandant Dietmar Lehmann. Am 2. April um 17.41 Uhr wurde die Feuerwehr Oberharmersbach zu einem Dachstuhlbrand alarmiert. Zeitgleich wurde die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Zell über die Leitstelle zum Einsatzort gerufen.
Über dem Harmersbachtal stand bald eine mächtige Rauchwolke, die bis ins Elsass zu sehen war. Aufgrund der Großschadenslage erfolgte die Nachalarmierung weiterer Hilfskräfte, so dass im Verlauf des Brandeinsatzes 120 Feuerwehrleute im Einsatz waren.

Unterstützt wurde die Feuerwehr Oberharmersbach von den Nachbarwehren Zell, Biberach, Oppenau, Gengenbach, Nordrach, Steinach, Haslach und Offenburg – in erster Linie mit Atemschutzgeräteträgern. Drei Drehleitern kamen zum Einsatz. Um 18.42 Uhr traf die Führungsgruppe Kinzigtal zur Unterstützung am Unglücksort ein. Kreisbrandmeister Bernhard Frei war ebenfalls vor Ort. Ein ABC-Erkundungswagen der Feuerwehr Lahr erkundet die Emissionen durch den Großbrand.

Unterstützt wurden die Feuerwehren durch das Technische Hilfswerk. Der Rettungsdienst, das DRK Unter-/Oberharmersbach, die Polizei, der Energieversorger sowie das Amt für Wasser und Boden waren vor Ort.

Brandbekämpfung wurde zur Materialschlacht

Der Unglücksort wurde von der Feuerwehr in drei Bereiche eingeteilt, so dass ein systematischer Einsatz erfolgen konnte. Das Feuer habe sich massiv ausgebreitet und die Hitzeentwicklung sei enorm gewesen. Mit B-Rohren wurde der Brand aktiv bekämpft und gleichzeitig an verschiedenen Seiten eine Riegelstellung aufgebaut. Zeitweise wurden 12.000 Liter Wasser je Minute zum Löschen aus dem Harmersbach entnommen.

Mit B-Rohren wurde der Brand bekämpft, was eine körperlich kräftezehrende Aufgabe ist. „Die Jungs haben alles gegeben“, bestätigten die Kommandanten. Gleiches gelte für die insgesamt 45 Atemschutztrupps. Nach spätestens 20 Minuten müssen die Einsatzkräfte abgelöst werden. Maximal zwei Einsätze unter Atemschutz sind möglich.

Den kompletten Bericht finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.

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