Informativer Seniorennachmittag des Forums älterwerden mit Agnes Bihrer.
Zum ersten Seniorennachmittag im neuen Jahr haben sich zahlreiche Seniorinnen und Senioren im Pfarrzentrum St. Gallus eingefunden. Dank großzügiger Kuchenspenden aus der Bevölkerung konnten die Anwesenden aus dem reichhaltigen Angebot auswählen. Herzlichen Dank an dieser Stelle an alle Kuchenbäckerinnen.
Wie lassen sich Stürze vermeiden? Zu diesem Thema hatte das Leitungsteam vom FORUM älterwerden Frau Agnes Bihrer eingeladen. Die gelernte Altenpflegerin referierte in lockerer Art und Weise, worauf es ankommt, um mögliche Stürze zu vermeiden, denn jeder ist im Laufe seines Lebens schon mehrmals „auf die Nase gefallen“. Doch mancher Sturz wäre vermeidbar gewesen, hätte Mann/Frau sich besser vorgesehen.
Alterungsprozess ab 30
„Bereits mit 30 Jahren fängt man an, älter zu werden und damit wird man auch anfälliger für Verletzungen bei einem plötzlichen Sturz“, so die Referentin. „Die Werbung bietet vielerlei Mittel an, die das Altern verhindern sollen. Aber diese Mittel taugen alle nichts, das Älterwerden lässt sich nicht aufhalten“, sagte Frau Bihrer. „Ab 65 Jahren sind die Menschen extrem gefährdet, zu stürzen und sich dabei erhebliche Verletzungen zuzuziehen.“
Gründe für Stürze
Häufiger Grund eines plötzlichen Sturzes sind Hindernisse in den Laufwegen, sei es in der Wohnung oder auch draußen auf der Straße. Stolperfallen im Haus sind beschädigte Fußabstreifer, Badvorleger, Teppiche im Wohnzimmer, herumliegende Kabel und Schwellen. Die Einnahme von Medikamenten kann aufgrund ihrer Nebenwirkungen unter Umständen zu leichter Benommenheit oder Schwindel führen, was Ursache eines Sturzes sein kann. Auch der Genuss von alkoholischen Getränken, insbesondere in Kombination mit Medikamenten sollte vermieden werden.
Präventivmaßnahmen
Die Referentin riet den Anwesenden, einmal bewusst durch die Wohnung / das Haus zu gehen und aufzuräumen. Oft liegt oder steht etwas herum, was man eigentlich gar nicht mehr benötigt.
„Klettern Sie nicht auf einen Stuhl, sondern benutzen Sie eine Leiter, wenn etwas nicht in Griffhöhe liegt“, meinte die Expertin. Regelmäßig und ausreichend trinken, ist gerade im Alter so wichtig, um Gleichgewichtsstörungen (Schwindel) vorzubeugen.
Haltegriffe in Toilette und Dusche sind wirksame Hilfsmittel, genauso wie ausreichend Licht in der Wohnung, vor allem nachts beim Gang zur Toilette. Beim Treppengehen sollte immer eine Hand am Geländer sein. Das gibt Sicherheit, denn jeder Sturz kann unter Umständen zur Pflegebedürftigkeit führen.
Bewegung
In jedem Lebensalter ist Bewegung wichtig, um gesund zu bleiben; im Alter ganz besonders. Nur wer sich regelmäßig bewegt – und seien es nur ein paar Übungen im Sitzen – sorgt dafür, dass sein Kreislauf in Schwung kommt und der Bewegungsapparat in Form bleibt. Ist die Beweglichkeit aber schon eingeschränkt oder eine gewisse Unsicherheit beim Gehen vorhanden, soll man sich nicht scheuen, einen Rollator zu benutzen. Er gibt sicheren Halt beim Gehen in der Wohnung oder draußen.
Übungsbeispiele
Am Schluss ihres Vortrages animierte die Referentin die Anwesenden zu einigen kurzen Übungen, welche ohne großen Aufwand getan werden können und dafür sorgen, dass die Beweglichkeit erhalten bleibt.
Mit einem Blumenstrauß bedankte sich das Leitungsteam vom FORUM älterwerden bei Frau Bihrer für ihren informativen und kurzweiligen Vortrag. Bei Kaffee, Kuchen, Kaltgetränken und angeregter Unterhaltung genossen die Seniorinnen und Senioren den Nachmittag.





