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Oberharmersbach | 23.06.2021

Nochmal ein Jahr ohne Kilwi

Risiken bei Markt und Festbetrieb wären unkalkulierbar

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Undenkbar: Der Trubel während der Kilwi-Tage im Zelt und auf dem Markt birgt nicht abzuschätzende Risiken. Foto: Lehmann-Archiv
von Karl-August Lehmann

Zum zweiten Mal wird das größte Volksfest der Gemeinde Oberharmersbach abgesagt. Wegen der Corona-Pandemie war die Kilwi im vergangenen Jahr ausgefallen. Trotz der momentanen Anzeichen der Entspannung entschied der Gemeinderat einstimmig, den Antrag der Historischen Bürgerwehr auf Bewirtung des Kilwi-Festzeltes abzulehnen.

Foto: Lehmann-Archiv
Vor Corona war die Oberharmersbacher Kilwi ein beliebtes Ausflugsziel. Jetzt sieht die Gemeinde keine Möglichkeit, das Fest stattfinden zu lassen.

Der Jahrmarkt, ursprünglich auf »Egidi« (8. September) terminiert, ist mindestens seit Beginn des 19. Jahrhunderts nachzuweisen und wird seither am ersten Septemberwochenende abgehalten. Und vor über 60 Jahren hat sich die Form des Volksfestes in der heutigen Form etabliert. Nicht nur der Markt lockt jeweils Tausende von Besuchern. Es ist der Verdienst der Kilwi-Vereine – Sportverein, Historische Bürgerwehr sowie Miliz- und Trachtenkapelle mit dem Gesangverein – die im jährlichen Wechsel das Zelt bewirten und mit ihrem Engagement der Harmersbacher Kilwi einen entsprechenden Ruf gegeben haben.

Die austragenden Vereine müssen die Kilwi-Einnahmen auf drei Jahre strecken und finanzieren damit Spielbetrieb, Uniformen und Instrumente sowie die intensive und vielfältige Jugendarbeit. Die Historische Bürgerwehr hatte im vergangenen Jahr das Nachsehen und trotz der Absprache mit den ausrichtenden Vereinen, dass die Bürgerwehr heuer nochmals antreten dürfe, steht sie nunmehr ein zweites Mal im Regen.

»Die Entscheidung ist nicht einfacher als vor einem Jahr,« verwies Bürgermeister Richard Weith zu Beginn der Diskussion auf die aktuelle Lage. Man sehe durchaus Zeichen der Entspannung, aber man wisse nicht, wie sich die Infektionslage weiter entwickle. Hierzu wurde unter anderem der Beginn der Sommerferien in manchen Bundesländern und die Disziplinlosigkeit der EM-Besucher in den Stadien angesprochen, wodurch die Auswirkungen auf das Infektions­geschehen nicht abzusehen seien.

»Der Inzidenzwert sinkt rasant, aber genauso rasant machen uns Mutationen zu schaffen,« gab sich Kommandant Klaus Laifer realistisch. Die »AHA-Regeln« dürften noch einige Zeit Bestand haben und im bekannten Trubel des Marktes seien diese nicht zu gewährleisten. Selbst im Zelt könne die Bürgerwehr nur am Samstag wegen des Vorverkaufs einigermaßen für die Einhaltung der Auflagen bürgen.

»Wir bräuchten noch mehr Personal als sonst,« gab der Kommandant zu bedenken. Dabei sei schon jetzt absehbar, dass vor allem die jüngeren Mitglieder keinen ausreichenden Impfschutz hätten. Eine »abgespeckte Kilwi« komme wegen der dann fehlenden Wirtschaftlichkeit nicht in Betracht. Die Kilwi könne nur in gewohnter Form mit dem Dreiklang Markt, Vergnügungspark und Festzeltunterhaltung abgehalten werden, was mit Blick auf die aktuelle Situation kaum vorstellbar sei.

»Wir haben bisher von den Marktbeschickern noch nicht einmal die Hälfte der sonst üblichen Anmeldungen,« blickte Weith auf eine rückläufige Entwicklung. Damit breche bei einer möglichen Verschärfung der Infektionslage der Harmersbacher Kilwi ein wichtiges Standbein weg. Auch in den anderen Kilwi-Orten suche man nach Alternativen, da auch dort die Feste nicht in gewohnter Weise abgehalten werden könnten.

»Wir brauchen heute eine Entscheidung« mahnte Kommandant Laifer an. Eine spätere würde eventuell nur weitere Kosten verursachen und die Vorbereitung liefe ins Leere. So spiegelte die Diskussion im Rat die Auffassung der Historischen Bürgerwehr wider: Die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Risiken seien zu hoch. Einstimmig entschied der Gemeinderat, aufgrund des unsicheren Infektionsgeschehens und der letztlich nicht abzuschätzenden  Rechtslage den Antrag der Historischen Bürgerwehr für die Bewirtung des Festzeltes abzulehnen.

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Gemeinderat Oberharmersbach

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