Nachwuchsarbeit steht im Mittelpunkt

Gesangverein »Frohsinn« leistet kulturelle Arbeit in der Gemeinde mit großem Einsatz

Die Jahresversammlung des Gesangvereins »Frohsinn« im Gasthaus »Hubertus« am Samstag unterstrich die kulturelle Arbeit der Sängerinnen und Sänger in der Gemeinde, verbunden mit einem enormen zeitlichen Aufwand.

Das Konzert des Oberharmersbacher Chores mit dem Frauenchor »Klangart« aus Saarwellingen im April 2018 forderte den Chor ebenso mit einer intensiveren Probenarbeit wie der Auftritt mit dem »Chor der Klänge« in Nordrach im vergangenen November. Parallel dazu lief die zeitaufwändige Vorbereitung für die Bewirtung der Kilwi, die der Gesangverein »Frohsinn«, personell verstärkt durch den Katholischen Kirchenchor, mit der Miliz- und Trachtenkapelle stemmte. Trotz der günstigen Rahmenbedingungen sei allerdings bei der Kilwi der Reinerlös etwas geringer als bei der letzten Beteiligung des »Frohsinn« ausgefallen. Dieses Manko müsse man wieder durch andere Auftritte ausgleichen. So stünde neben der traditionellen Teilnahme am Weihnachtsmarkt auch das Engagement des »Frohsinn« beim geplanten Frühjahrsfest an.

Für das eigene Jahreskonzert am Neujahrstag mit dem gemeinsamen Auftritt des »Frohsinn« und des Jugendchores »Canto Amici« galt es neue Chöre einzustudieren. Entsprechend vollgepackt war der Jahresrückblick des Schriftführers Rudolf Hug, der weitere Auftritte zu den verschiedenen Anlässen und auch Arbeitseinsätze auflistete.

Zwiespältig fiel die Bilanz des Vorsitzenden Raphael Hildebrandt aus. »Unsere Chorleiterin Sonja Himmelsbach beweist immer ein glückliches Händchen bei der Zusammenstellung des Programms«, freute sich der Vereinschef über die Rückmeldungen, die er über die Leistung des Chores nach jedem Konzert erhalten hatte. Daher gelte auch sein Dank allen Sängerinnen und Sänger, die trotz der hohen zeitlichen Belastung immer wieder Einsatz zeigten und gute Leistungen brächten.

Etwas deutlicher formulierte es Chorleiterin Sonja Himmelsbach. »Der Probenbesuch muss wieder besser werden«, mahnte sie eindringlich. Der Einwand aus den Reihen der Versammlung, das zeitliche Programm sei im vergangenen Jahr schon sehr anspruchsvoll gewesen, sei nicht unbedingt eine Entschuldigung, hielt die Dirigentin dagegen. Wegen der Fehlzeiten einiger müsse man immer wieder neu ansetzen. So würden die bestraft, die ihren Probenbesuch ernst nähmen.

Entsprechend präsentierte Paul Hug die gesunkene Probenmoral in konkreten Zahlen. So seien bei 58 Proben gerade noch knapp 60 Prozent erreicht worden. Während die Frauenstimmen ohne Ehrungen dastanden, gab es bei den Tenor- und Bassstimmen immerhin lobende Auszeichnungen. Nur einmal fehlten Helmut Hug, Adolf Müller und Franz Ficht. Zweimal ließen sich Eugen Lehmann und Heinrich Huber entschuldigen. Drei Proben versäumten Hubert Rauber und Paul Hug.

Bürgermeisterstellvertreter Klaus Lehmann dankte im Namen der Gemeinde den Sängerinnen und Sängern für die Auftritte an kirchlichen Festtagen und den Kurkonzerten im Jahreskreis.

Guten Zuspruch erfahre die Jugendarbeit, wie Chorleiterin Sonja Himmelsbach berichtete. Das Jugendförderprogramm und der Eltern-Kind-Chor seien gut besucht. Momentan schwächele der Jugendchor etwas, da einige Stimmen in den Senioren-chor wechselten. Hier könne man Verstärkung gut gebrauchen.

Bereits fünf Jahre singen Kim Hättig, Lara Lehmann, Anna Schwarz, Leni Kasper, Gina Lehmann und Maike Kasper im Jugendchor. Dafür erhielten sie ihre erste Auszeichnung. Außer der vereins­internen Ehrung verlieh Michaela Dilger-Gstädtner, Schriftführerin des Chorverbandes Kinzigtal, im Namen des Badischen Chorverbandes Ehrennadel und Urkunde an langgediente Sängerkameraden. Alfred Hug und Helmut Hug zählen seit 40 Jahren zu den Stützen des »Frohsinn«. Zusätzlich engagierten sie sich über Jahrzehnte im Verwaltungsrat. Seit 65 Jahren singt Adolf Müller im »Frohsinn«. Vorsitzender Raphael Hildebrandt würdigte dessen vorbildliches Verhalten und offene Art der Zusammenarbeit.

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