Spektakuläre Großbaumfällung im Oberharmersbacher Wald

Lafeide-Buche musste abgetragen werden – Uriger Baumriese war mehr als 400 Jahre alt – Stamm bleibt zum Teil erhalten

Die stolze Lafeide-Buche in Oberharmersbach ist Geschichte. Waldbesitzer Landolin Jilg musste am Samstag den gewaltigen Baum abtragen lassen.

Forstunternehmer Hubert Müller rückte mit schwerem Spezialgerät an, um die imposanten Kronenäste mit jeweils über einem Meter Durchmesser abzutrennen. Die einstige Weidbergbuche des letzten Reichsvogtes Hansjörg Bruder war über 400 Jahre alt. Ein Brusthöhenumfang von 5,80 Meter sowie ein Kronendurchmesser von 27 Meter lassen bei 33 Meter Höhe auf eine Holzmasse von etwa 30 Festmetern schließen. In Absprache mit der Gemeinde, der Forst- und der Naturschutzbehörde ließ man von dem sterbenden Baum den größten Teil des Stammes stehen. Vielleicht hat ja der Oberharmersbacher Bauhofleiter Stefan Lehmann wieder eine seiner genialen Ideen, um das ehemalige Naturdenkmal noch eine Weile attraktiv zu erhalten. So könnten weitere Schülergenerationen am Wandertag mit ihren Lehrerinnen und Lehrern um den Stamm herum stehen, sich an der Hand halten und staunen, wie viele Kinder es braucht, um den Baum zu umfassen.

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