Fakten über den Klimawandel

Für sein Buchprojekt konnte Christian Serrer aus Oberharmersbach mehr als 100 Wissenschaftler gewinnen

Was ist dran am Klimawandel? Das fragen sich viele Menschen. Sucht man nach Informationen, fragt man sich nicht selten: Was sind wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse, was interessengeleitete Aussagen? Einen Überblick über die Fakten verschafft nun das Buch »Kleine Gase – Große Wirkung: Der Klimawandel«, das von Christian Serrer aus Oberharmersbach zusammen mit David Nelles im Eigenverlag herausgegeben wurde.

Das Buch spannt einen interessanten Bogen, von den Informationen zum Klimawandel über die Zusammenarbeit mit über 100 Wissenschaftlern. Es erzählt davon, wie aus zwei unwissenden Wirtschaftswissenschaftlern zwei motivierte Klimabuch-Autoren wurden, was eine Pizza damit zu tun hat und warum es keine Option war, mit einem Verlag zusammen zu arbeiten. Die Autoren berichten davon, was es bedeutet stattdessen seinen eigenen Verlag neben dem Studium zu gründen und wie man es als Student schafft, Unternehmen wie Munich Re und Personen wie Claus Kleber und Hannes Jaenicke für sein Projekt zu begeistern. Das Buch wurde am 4. Dezember veröffentlicht mit einer Erstauflage von 100.000 Exemplaren, von denen bereits 30.000 Bücher vorbestellt waren.

Diskussion in der Uni-Mensa

Die Geschichte hinter dem Buch »Kleine Gase – Große Wirkung: Der Klimawandel« beginnt im Frühjahr 2017 in einer Uni-Mensa am Bodensee.

David Nelles und der aus Oberharmersbach stammende Christian Serrer studieren Wirtschaftswissenschaften und haben beim Mittagessen über den Klimawandel diskutiert. Wie oft in der öffentlichen Debatte über die globale Erwärmung, ging es auch bei den beiden drunter und drüber. Sie stellten recht schnell fest, dass sie nicht konkret wussten, was Sache ist. Wie groß ist der Beitrag des Menschen tatsächlich? Müssen wir jedes Jahr Ernteausfälle befürchten? Was bedeutet der Klimawandel für unsere Gesundheit? Was kostet uns der Klimawandel? Mit ihren Fragen sahen sie sich nicht allein, wenngleich ein bisschen allein gelassen.

Um diese und viele weitere Fragen zu beantworten, wollten sie sich genauer informieren. Sie suchten ein Buch, das basierend auf rein wissenschaftlichen Fakten die Ursachen und Folgen des Klimawandels leicht verständlich erklärt. Im Prinzip eine Art »wissenschaftlich fundiertes Bilderbuch«. Eine solche Publikation war nicht zu finden. Und so entschlossen sich die Studenten, dieses Buch selbst zu schreiben.

Kurz nachdem die Idee geboren war, haben sie sich in die umfangreiche Recherchearbeit gestürzt. Um Fehler zu vermeiden und offene Fragen zu klären bemerkten sie schnell, dass wissenschaftliche Unterstützung vonnöten ist. Sie konnten über 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihr Buchprojekt begeistern, die ihnen mit Rat und Tat zur Seite standen.
»Gleichzeitig war uns aber auch klar, wenn wir viele Menschen erreichen wollen, muss unser Buch auch Spaß beim Lesen machen«, erläutern Nelles und Serrer weiter. »Deshalb haben wir uns nach langer Zeit nochmal eine Packung Buntstifte gekauft und unzählige Skizzen gezeichnet, die drei Grafiker in anschauliche Illustrationen verwandelt haben.« So ist es gelungen, komplexe Themen mit kurzen Texten und vielen Grafiken verständlich auf den Punkt zu bringen.

Ein weiteres Ziel: Das Buch sollte nicht mehr kosten als eine Pizza – selbst wenn es als Hardcover erscheint und besonders umweltfreundlich gedruckt wurde.

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