Senioren verlebten schöne Ferientage am Lago Maggiore

Reisegruppe aus Oberharmersbach erkundete zahlreiche Sehenswürdigkeiten im Kanton Tessin

Bei sonnigem Wetter mit warmen Temperaturen fuhren im September 39 Seniorinnen und Senioren in die Ferien zum Lago Maggiore nach Ornavasso in Italien. Die Koffer waren schnell verladen und die Fahrt ging über Haslach, Freiburg auf die Autobahn bis Basel und von dort weiter durch die Schweiz.

Zwischendurch gab es einen Halt zur Mittagspause, bis es weiter ging in Richtung Luzern, Altdorf, Göschenen. Das Wetter und die Fernsicht waren schön und so entschloss man sich über den Gotthard-Pass zu fahren. Es war eine Fahrt mit traumhaften Panoramablicken und Landschaften. In Richtung Airolo ging es weiter bis nach Locarno zur Schweizer Grenze. Auf der italienischen Seite ging die Fahrt am Lago Maggiore entlang bis nach Verbania. Von dort aus waren es noch etwa 20 Kilometer bis zum Ferienort Ornavasso. Gleich nach dem Frühstück, am Dienstagmorgen, ging es nach Verbania. Dort wartete bereits die Reiseleiterin, die die Gruppe per Schiff zu den Borromäischen Inseln begleitete. Die Insel »Isola Bella« ist die größte der drei Inseln. Die Reiseleiterin führte hier durch den Palazzo der Borromeo, den Barockpalast. Der Palazzo ist ein mächtiges Bauwerk, ein Schmuckstück barocker Kunst, im Inneren mit elegant eingerichteten Salons, Gemälden von berühmten Künstlern, kostbaren Möbeln und flämischen Wandteppichen. In der unteren Etage befinden sich die Grotten. Von da aus sind direkt der Park und die Gartenanlage zu erreichen. Der Park ist im italienischen Stil erbaut und mit dem Symbol eines thronenden Einhorns, dem Wappentier der Familie Borromeo, verziert. Weiter ging es mit dem Schiff und der Reiseleiterin zur Besichtigung der nächsten Insel »Isola dei Pescatore«. Sie ist die einzige Insel, die dauerhaft bewohnt ist. Nach der Führung war Mittagspause, bevor es per Schiff weiter nach Stresa ging. Stresa ist ein Kurort mit schöner Uferpromenade und der bekannteste Bade- und Erholungsort in Europa. Anschließend fuhr man mit dem Schiff zurück nach Verbania, wo bereits der Bus wartete. Am Hotel angekommen gab es Abendessen mit musikalischer Unterhaltung. Mit Tanzmusik, die auch gerne zum Tanzen angenommen wurde, endete ein schöner Tag.

Mittwochmorgen ging es mit dem Bus zum Bahnhof von Domodossola, um mit der Centrovallibahn nach Locarno zu fahren. Die Bahn ist eine Schmalspurbahn und führt entlang malerischer Route, tiefer Schluchten und Brücken, die durch das Tessiner Tal zwischen Schweiz und Norditalien verkehrt. Der höchste Punkt der Strecke mit 836 Metern befindet sich auf der italienischen Seite. In Locarno angekommen gab es Zeit zur freien Verfügung. Locarno liegt am Schweizer Ufer, direkt am Lago Maggiore und ist eine idyllische Kleinstadt und die wärmste Stadt der Schweiz. Sie hat viele kleine Gässchen und eine verkehrsfreie Altstadt. Der Platz »Piazza Grande« ist das pulsierende Zentrum der Stadt und ein Ort, an dem sich Menschen treffen, um
einen Kaffee zu trinken oder zu shoppen. Treffpunkt zur Rückfahrt war am See. Nach zweistündiger Schifffahrt erreichten alle Intra-Verbania. Dort stand der Bus zur Rückfahrt zum Hotel bereit. Nach dem Abendessen saß man in fröhlicher Runde auf der Terrasse des Hotels zusammen.

Donnerstagmorgen ging es mit Bus nach Cannobio. Die Ortschaft Cannobio ist die größte Ortschaft nach der Schweizer Grenze und direkt am Lago Maggiore. Der Ort hat einen südländischen und anmutenden Charakter mit kleinen gepflasterten Gäss­chen und ist auch ein beliebtes Urlaubsziel.

Am Nachmittag ging die Fahrt durch das 25 Kilometer lange wildromantische Verzascatal, eines der schönsten und bekanntesten Täler des Tessins.

Zunächst führte die Fahrt zur Staumauer einschließlich Stausee mit kurzem Halt. Die Staumauer ist 220 Meter hoch, 380 Meter lang und gehört zu den höchsten der Welt. Auch der Staudamm ist einer der höchsten Staudämme Europas. In der Mitte der Mauer ist eine Vorrichtung für Bungee Jumping. Besonders Wagemutige können sich wie James Bond »Geheimagent in Goldeneye« von der Brücke in die Tiefe stürzen. Nach der Besichtigung der Stauanlage ging es weiter nach Lavertezzo. Hier steht die Brücke »Ponte dei Salti«, sie ist eines der schönsten Bauwerke der Schweiz. Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut und überspannt mit zwei Bögen den Fluss Verzasca mit seinem smaragdgrünem Wasser, der durch bizarr geformte, glatt polierte Felsen fließt. Auf den Felsen lagen Menschen in der Sonne, die darauf ausruhten oder badeten. Rechts und links des Wassers sind hohe Berge mit Wanderwegen.

Entlang der Straße standen, besonders typisch für das Tal, die Rustica – die Verzasca-Häuser aus grauem Stein mit weißen Fensterumrandungen und Dächern aus schweren Steinplatten. Die Fahrt führte weiter bis ans Ende des Tales zum Dorf »Sonogno«. Da das Dorf eng ist und kleine Gassen hat, müssen die Fahrzeuge auf dem Parkplatz vor dem Ortseingang parken. Sonogno ist ein malerisches Dorf und liegt auf 992 Metern Höhe und hat sein charakteristisches Ortsbild mit alten Häusern und Gassen bewahrt. Bei Ankunft im Dorf kam ein Gewitter, so dass man im Gasthof »Ristorante Alpino« einkehrte. Die Fahrt durch dieses Tal mit den steilen Hängen und unzähligen Wasserfällen war ein Erlebnis.

Wieder im Hotel zurück musste man nach dem Abendessen schon wieder an das Kofferpacken denken, da am nächsten Morgen die Heimreise anstand.

Es waren sehr schöne Tage, sonnig und warm mit vielen Eindrücken und Begegnungen. Am nächsten Morgen wurden nach dem Frühstück die Koffer verladen und Abschied genommen. Mit vielen italienischen und tessinischen Erlebnissen ging es nach Hause zurück.

Die Heimfahrt führte über Domodossola, über den 2.005 Meter hohen Simplon-Pass. Der Pass ist eine Verbindung zwischen Domodossola in Norditalien und Brig im Kanton Wallis. Zwischendurch gab es einen Stopp zur Kaffeepause mit Kaffee und Kuchen, die von der Firma Kasper gespendet wurde. Weiter ging die Fahrt nach Brig am Rhonetal entlang nach Martigny, Montreux, in Richtung Fribourg, Bern, Basel. Nach kurzer Pause weiter über Freiburg, Waldkirch und Haslach nach Oberharmersbach. Wieder gut angekommen, wurde zum Abschluss vor Ort eingekehrt. Gesprächsstoff gab es genügend, um die Erlebnisse auszutauschen.

Auch an den Busfahrer Frank richteten die Urlauber ein herzliches Dankeschön. Er hat schöne und erlebnisreiche Fahrten gemacht und alle wieder gut nach Hause zurückgebracht.

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