Schon zum Frühstück eine Feger-Wurst

Ob Kilwi oder Gallenkilwi, der Feger-Wurststand war einfach Kult. Und das seit 1949. Am Sonntag parkte Inhaber Manfred Feger zum letzten Mal seinen Verkaufswagen bei dem alten Postgebäude und servierte den Kunden seine legendäre »Rote«. Die »Gourmets« können es nicht fassen, dass nun eine lange Tradition zu Ende gehen soll. Deren Meinung: Eine Kilwi ohne Feger-Wurst ist keine Kilwi. Nicht wenige von ihnen genehmigten sich schon am Morgen, kaum hatte der Stand geöffnet, zum Frühstück eine Wurst, und weil sie so gut schmeckte, am Mittag noch mal eine und, falls nicht ausverkauft, gönnte man sich auch noch zum Vesper die Delikatesse vom Grill. Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei, heißt es. Das gute Ende für die Freunde der Bockwurst: Sie müssen auch in Zukunft nicht auf ihre Kilwi-Leibspeise verzichten. Er habe einen Nachfolger gefunden, sagte Manfred Feger, und versicherte, dass dieser die Ware zwar unter anderem Namen, aber in bewährter Feger-Qualität anbieten werde. So kann man also wieder auf der nächsten Kilwi schon zum Frühstück eine »Rote« genießen. Übrigens: Auf der Gallenkilwi waren schon am frühen Nachmittag die Feger-Würste ausverkauft.

 

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