Oberharmersbach lädt am Sonntag zur Gallenkilwi ein

Am Sonntag, 16. Oktober, feiert Oberharmersbach seine traditionelle Gallenkilwi. Fahnenschmuck an den Häusern, Böllerschüsse und der Aufmarsch der Traditionsvereine unterstreichen, dass dieser Tag zur Ehren des Kirchenpatrons »St. Gallus« im Jahreskreislauf der Feste eine herausragende Stellung einnimmt.

Die Traditionspflege wird an diesem Tag groß geschrieben. Der Spielmannszug, die Miliz- und Trachtenkapelle und die Historische Bürgerwehr ziehen zu Marschklängen in die Kirche ein und erweisen am Nachmittag nach dem Vespergottesdienst mit Salutschüssen der Geistlichkeit ihre Ehrerbietung. Das feierliche Hochamt gestaltet der Kirchenchor unter der Leitung von Wolfram Dreher mit der »Missa brevis No. 7 in C« von Charles Gounod, begleitet auf der Orgel von Dieter Benson (Zell a. H.).

Der kleine Markt in der Dorfmitte lockt zu einem Bummel an den Ständen und Buden entlang. Rund 50 Händler werden ihre Waren anbieten, wobei das Sortiment schon ganz auf die kommende kalte Jahreszeit abgestimmt ist. Gefragt sind vor allem wärmende Kleidung und Erkältungstees, aber auch Spielsachen. Ergänzend dazu bieten auch einheimische Landwirte und Produzenten ihre Erzeugnisse an. Das Pfarrzentrum hat wieder für den Second-Hand-Markt mit Damen- und Herrenoberbekleidung geöffnet, dessen Erlös für einen sozialen Zweck gespendet wird.

Schaukasten altes Handwerk

Neu ist in diesem Jahr ein kleines Rahmenprogramm, um die Attraktivität des Marktes zu stärken und mehr Besucher anzulocken. So gibt es im Park einen »Schaukasten altes Handwerk«. In den aufgestellten Hütten kann man Schuhmacher, Bürstenbinder, Korbmacher und Drechsler bei ihrer Arbeit zuschauen. Gleichzeitig klingen hier die Apfelmostwochen mit einer Ausstellung von Apfelsorten aus. Den Häldeleweg hoch findet zum Thema »Herbstliches für die Sinne: Florales & Kunst« eine Pflanzen- und Kunstausstellung statt.

Gallusteller und Mundartgruppen

Für das leibliche Wohl der Besucher ist bestens gesorgt. In den Gaststätten »Hubertus«, »Schwarzwälder Hof«, »Freihof«, Hotel »Bären – Zur Stube«, „Posthörnle«, »Schwarzwald-Idyll«, und »Linde« wird der »St. Gallus­teller« angeboten, Schweinebauch mit Brotfüllung, Wirsing und Schwenkkartoffeln. Auch ziehen Kinder wieder als »Fröhliche Mundartgruppen« durch die Lokale
und unterhalten mit Liedern und Gedichten die Gäste. Dabei bitten sie um eine Spende für einen wohltätigen Zweck.

Schon in früheren Zeiten wusste man das Patroziniumsfest gebührend zu feiern. Urkunden belegen schon für das 16. Jahrhundert einen Markt, der vom 15. bis 17. Oktober abgehalten wurde. Er sollte an das Wirken des irischen Mönchs und Missionars Gallus erinnern, dessen Namen auch Pate für das bekannte Kloster St. Gallen in der Schweiz stand. Später wurde der Markt dann auf einen Tag beschränkt.

 

 

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