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SC Zell I – SC Denzlingen 1:7
Guter Dinge war die 1. Mannschaft noch vor dem Spiel. Trotz Fasend gab es keine Personalprobleme. Mit Spitzenspieler Kurt Jäger als auch Stefan Rechlin waren die besten sieben alle an Bord. Und mit Eugen Schmidt konnte auch das achte Brett adäquat besetzt werden. Allerding gelten die Denzlinger als absolute Spitzenmannschaft, die den direkten Wiederaufstieg in die Verbandsliga anstrebt.
Doch schon der Beginn des Kampfes verhieß nichts Gutes: An Brett 8 musste sich Schmidt der Entscheidung stellen: Läuferopfer für einen Bauern oder Verlust von zwei Bauern: Beides keine guten Alternativen. Er setzte das Läfueropfer um, um eventuell Angriff auf den König zu bekommen. Der Plan ging aber schief.
An Brett 5 hatte Jürgen Gißler eine scharfe Variante gewählt. In langanhaltenden Verwicklungen geriet sein König unter Beschuss. Seine Figuren fanden keine sicheren Felder mehr, irgendwann geriet auch seine Dame in Gefahr und er musste aufgeben.
Zuletzt am Spitzenbrett erfolgreich fand Ho In Lee (3) einen starken Gegner. Erfahrungs- und DWZ-Unterschiede waren gewaltig. Lee bezahlte Lehrgeld und musste die Partie aufgeben.
An Brett 7 hatte Vorstand Wilhelm Eble ein Remis-Angebot vorliegen. Die Rückfrage beim Mannschaftsführer Michael Vollmer ergab: weiterspielen. Eble hatte sich eine gute Stellung erarbeitet, die Vorteile schwanden aber aufgrund der Abtauschversuche seines Gegners. Nachdem Eble befürchten musste, dass er ins Hintertreffen geraten würde, schickte er seinen letzten Reiter in Gefecht, wo er abgetauscht wurde. Der Denzlinger übersah jedoch die Schwäche seiner zweiten Reihe: Ebles Turm besetzte diese und das Spiel war sofort beendet – Mattdrohung oder Damenverlust!
Der Anschlusstreffer war aber nur der Ehrenpunkt, wie sich schnell herausstellte. Auch der Kapitän Michael Vollmer hatte an Brett 6 eine schlechte Stellung. Seine Aktionsmöglichkeiten waren auf ein Minimum reduziert. Die gegnerischen Angriffsmöglichkeiten waren zu groß, um noch eine sinnvolle Verteidigung aufzubauen.
Auch Thomas Gißler (4) hatte an diesem Tag kein Glück. Er fand zwar einigermaßen in sein Spiel, eine Abwicklung ging aber schief und die Partie ging verloren.
Stefan Rechlin (2) hatte ebenfalls einen Spieler mit einer hohen 2000er DWZ Bewertung vor sich. Seine Möglichkeiten reichten nicht aus, um diesen „Berg“ zu bezwingen. Er nutzte zwar seine Zeit maximal aus, konnte aber trotzdem keine Lösung finden.
Letzte Hoffnung, das Ergebnis kosmetisch zu verbessern war Kurt Jäger (1), der sein erstes Ligaspiel in dieser Saison absolvierte. Er hatte sich in ein Läuferendspiel begeben, das er eigentlich gut beherrscht. Aufgrund einer Unaufmerksamkeit gelangte ein gegnerischer Bauer zu weit nach vorne. Alle Blockadeversuche scheiterten und Jäger musste trotz intensiver und zeitraubender Bemühungen aufgeben.
Trotz der Überlegenheit der Breisgauer muss man von einer Klatsche sprechen. Im nächsten Spiel sollte man gegen Hofstetten zumindest einen Punkt mitnehmen, um nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten.
Die 2. Mannschaft genoss ein spielfreies Wochenende, da der Gegner- die Reserve des Schachclub Ohlsbach – nicht zum Spiel antrat.



