Es wurde deutlich mehr Holz geschlagen, als im Gemeinderat beschlossen worden war. Die Gemeinde hat Waldfläche gekauft, dort fand viel Einschlag statt.
Am Montagabend kam der Gemeinderat zu seiner Sitzung in das Rathaus zusammen. Auf der Tagesordnung stand der Forstwirtschaftsbericht für das Jahr 2025, den Revierförster Josef Nolle ausführlich darstellte.
Gemeinde hat Ökopunkte angelegt
„Es gibt erfreuliche Nachrichten: Im Gemeindewald konnten 390.000 Euro Gewinn erwirtschaftet werden“, sagte Erhardt zu Beginn. Es wurde deutlich mehr Holz geschlagen, als im Gemeinderat beschlossen worden war. Die Gemeinde hat Waldfläche gekauft, dort fand viel Einschlag statt. Geplant war ein Überschuss von 29.000 Euro. In der Ankaufsfläche mussten Investitionen in die Infrastruktur (Wegebau) getätigt werden, dafür konnte die Gemeinde Ökopunkte anlegen, was einen materiellen Gegenwert in Euro darstellt, führte Bürgermeister Erhardt weiter aus. In den Wald müsse man investieren, damit für die nächste Generation auch noch etwas da ist, betonte er.
Revierförster Josef Nolle stellte anhand von Diagrammen den Forstwirtschaftsbericht 2025 ausführlich dar. Der Einschlag im Gemeindewald wurde von 2017 bis 2025 von 5.000 Festmeter auf 7.000 Festmeter erhöht, um die Jahre 2017 bis 2021 auszugleichen. Dort wurde aufgrund der Holzmarktlage weniger eingeschlagen als das planmäßige Soll. Außerdem wurden die Ankaufsflächen komplett durchforstet, was den Einschlag auf 10.000 Festmeter erhöhte. Erwirtschaftet werden im Durchschnitt 166 Euro pro Hektar Holzboden, hat Nolle errechnet.
Kritische Bestände sind weg
„Die kritischen Bestände (Käferholz, Holz minderer Qualität) sind weg und dies führt auch zu besseren Erlösen“, erklärte er. Im Bereich Mühlstein seien in 2024/2025 900 Festmeter Douglasie gefällt worden, nannte er ein Beispiel für die Vermarktung von hochwertigem Holz. Der Jahreseinschlag für das 2025 betrug 23.000 Festmeter Holz.
Anschließend beantwortete er die Fragen aus dem Gremium. Gemeinderat Markus Bendler stellte die Frage, ob genügend Holz den örtlichen Sägewerken zugeführt werde. Nach seiner Meinung werde zu viel Holz nach auswärts verkauft. Förster Nolle antwortete, dass die Menge an Holz regional gar nicht absetzbar wäre. Aber der örtliche Bereich würde immer zuerst sein Holz bekommen und nannte als Beispiel die Firma Rombach in Oberharmersbach, die er beliefert.
Gemeinderat Manuel Echle erklärte, dass der Export sein müsse, da die Holzmenge hier viel zu groß sei. Auch Bürgermeister Erhardt machte deutlich: „Wir schlagen auch in den Sommermonaten die Menge Holz, die in den örtlichen Sägewerken gebraucht wird. Auch wenn wir damit weniger Verdienst erwirtschaften.“ Der Gemeinde sei es wichtig, die Wertschöpfungskette zu erhalten und die Arbeitsplätze hier zu sichern. Abschließend dankte er Revierförster Nolle und seinen Mitarbeitern, die diese große Menge Holz in 2025 geschlagen und verkauft haben.



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