Seit 25 Jahren treffen sich Niedernaier und Nordracher zweimal im Jahr zu einer gemeinsamen Wanderung. Am Samstag führte die Partnerschaftswanderung die Teilnehmer aus Nordrach ins Elsass.
Vor der Hohkönigsburg bei Orschwiller begrüßten sich 16 Wanderer aus Nordrach und 13 Teilnehmer aus Niedernai mit großem Hallo und vielen Umarmungen.
Eine Burg mit bewegter Geschichte
Die Vorgängerburg der Hohkönigsburg entstand in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts als staufische Reichsburg. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie von den Schweden zerstört. 1899 schenkte die Stadt Schlettstadt die Ruine Kaiser Wilhelm II., der die Burg zwischen 1900 und 1908 wieder aufbauen ließ.
Die rund 260 Meter lange Anlage liegt auf 757 Metern Höhe am Rand der Vogesen auf einem mächtigen Buntsandsteinfelsen. Von dort reicht der Blick weit über die Rheinebene bis zum Kaiserstuhl und Schwarzwald. Mit rund 500.000 Besuchern jährlich zählt die Hohkönigsburg zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Frankreichs.
Quiz an der Oedenburg
Die Wandergruppe besichtigte ausgiebig die Burganlage. Danach führte Sandra Kuntzner, stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreises Niedernai-Nordrach, die Teilnehmer zur nahegelegenen Ruine Oedenburg. Dort schmeckte die mitgebrachte Rucksackverpflegung nach dem Rundgang besonders gut. Anschließend wartete noch eine kleine Prüfung auf die Wanderer. Sandra Kuntzner hatte ein Quiz vorbereitet und stellte den Frauen und Männern abwechselnd auf Deutsch und Französisch Fragen zur Geschichte der Hohkönigsburg. Die Antworten fielen zu ihrer Zufriedenheit aus.
Fachwerk und Wein in Dambach-la-Ville
Nächstes Ziel war Dambach-la-Ville an der elsässischen Weinstraße. Beim Stadtrundgang beeindruckten vor allem die gut erhaltenen Festungsmauern mit ihren drei Stadttoren sowie die vielen Fachwerkhäuser und Weingüter.
Zum Abschluss führte der Weg hinauf zur Kapelle Saint-Sébastien oberhalb der Stadt in den Weinbergen. Die Kapelle wurde 1285 erbaut und war bis 1489 Pfarrkirche des untergegangenen Dorfes Oberkirch. Im Chor befindet sich ein reich verzierter Barockaltar aus Linden- und Birnenholz. Auf der Nordostseite steht zudem ein kleines romanisches Beinhaus, in dem die Gebeine von Opfern des Bauernkriegs von 1525 ruhen sollen.
Flammenkuchen zum Abschluss
Nach den vielen Eindrücken freuten sich die Teilnehmer auf die Einkehr in der Brasserie L’Altruiste. Dort klang der Wandertag bei Flammenkuchen gemütlich aus.
Herbert Vollmer dankte Sandra Kuntzner für die Organisation. Die Teilnehmer lobten den abwechslungsreichen Tag und freuen sich bereits auf das nächste Treffen im Herbst – dann wieder in Nordrach oder der Umgebung.
Foto: Herbert Vollmer
Foto: Herbert Vollmer
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