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Nordrach | 27.07.2020

Berufskollegen nahmen Abschied von Georg Brucher

Der Verstorbene war »Mann der ersten Stunde« bei der Entwicklung des Forstwirt-Berufsbildes

Foto:
Die ehemaligen Arbeitskolleginnen und -kollegen am Grab von Georg Brucher. Ewald Elsäßer, der frühere Leiter des Forstlichen Ausbildungszentrums würdigte seine Verdienste. Witwe Cäcilia Brucher (7. von links) zeigte sich dankbar über die Verabschiedung. Foto: privat
von Herbert Vollmer

Nordrach (hv). In den letzten Monaten konnten viele Bürger coronabedingt Verstorbene nicht auf deren letztem Erdenweg zum Friedhof begleiten. So ging es auch den Berufskollegen von Forstwirtschaftsmeister i. R. Georg Brucher aus Nordrach, der im März 2020 kurz vor seinem 85. Geburtstag verstorben war.

Am vergangenen Freitag haben seine früheren Arbeitskollegen vom Forstlichen Ausbildungszentrum Mattenhof in Gengenbach im Beisein der Witwe Cäcilia Brucher von ihrem hochgeschätzten Kollegen Abschied genommen. Ewald Elsäßer, der frühere Leiter des Mattenhofs, erinnerte an den beruflichen Werdegang und die großen Verdienste von Georg Brucher. Als ältester von drei Buben einer Waldarbeiter­familie sei es eigentlich zwangsläufig gewesen, dass Georg Brucher nach dem Besuch der Volksschule als Waldarbeiter im Staatswald in die Fußstapfen seines Vaters trat. Forstwirt sei damals noch kein anerkannter Lehrberuf gewesen. Dies änderte sich erst 1972 und Georg Brucher habe sich dabei große Verdienste erworben.

Die Vorgesetzten von Georg Brucher hätten bald sein berufliches Können und seinen verantwortungsbewuss­ten und gekonnten Umgang mit seinen Mitmenschen erkannt. Folgerichtig wurde Georg Brucher in der Waldarbeiterfortbildung an der damaligen Waldarbeitsschule Höllhof eingesetzt. Als dann 1972 der Waldfacharbeiter zum anerkannten Lehrberuf Forstwirt aufgewertet wurde, sei Georg Brucher, zwischenzeitlich zum Lehrhaumeister aufgestiegen, »Mann der ersten Stunde« bei der Entwicklung des Forstwirt-Berufsbildes gewesen.
Georg Brucher sei es zu verdanken, dass neben den fachlichen auch soziale Belange zur gesellschaftlichen Aufwertung dieses wichtigen und anspruchsvollen Berufs führten. Bei der Ausbildung selbst habe Georg Brucher einigen tausend Forstwirtauszubildenden aus ganz Baden-Württemberg den Umgang mit dem Werk- und Baustoff Holz beigebracht. Auch der so wichtige Bereich der Unfallverhütung und Arbeitssicherheit sei ein besonderes Lehrfach von ihm gewesen.

Seinem sozialen Charakter entsprechend habe Georg Brucher schon früh Verantwortung für seine Kollegen im Personalrat übernommen. Lange Jahre habe er sich später dann auch als Personalratsvorsitzender im Regierungsbezirk Freiburg für alle forstlich Beschäftigten engagiert. Kurz vor der Jahrtausendwende sei Georg Brucher in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet worden.

Elsäßer ließ in seinem Nachruf nicht unerwähnt, dass Georg Brucher sich aber nicht nur in seinem Beruf vorbildlich eingebracht habe, auch für seine Mitmenschen habe er großes bürgerschaftliches Engagement und Verantwortung übernommen. So sei Georg Brucher viele Jahre
im Gemeinderat von Nordrach und in verschiedenen Vereinen ehrenamtlich tätig gewesen. Auch das Wandern und das Singen seien für ihn ein wichtiger Ausgleich für die berufliche Belastung gewesen.

Georg Brucher, betonte Elsäßer, habe einen Ehrenplatz bei der Waldarbeiterschaft und bei den Forstleuten in der Region verdient.

 

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