Schilder für den Flussregenpfeifer

Um einen Bruterfolg möglich zu machen, dürfen die seltenen und geschützten Vögel beim Brüten zwischen März und Ende Juni nicht gestört werden.

Der Flussregenpfeifer ist ein seltener und geschützter Vogel, der offene Kiesinseln liebt und auch schon hier an der Kinzig gesichtet wurde.

Zu seinem Schutz hat die Kolonne des Landesbetrieb Gewässer die Kiesinsel beim Zusammenfluss der Kinzig mit dem Erlenbach in Biberach von Gehölzen befreit und sie letzten Sommer durch eine Rinne vom Ufer abgetrennt.

Denn um einen Bruterfolg möglich zu machen, dürfen die Tiere beim Brüten zwischen März und Ende Juni nicht gestört werden. Die Rinne sorgt dafür, dass sich für Spaziergänger und Hunde eine natürliche wasser-führende Barriere bildet.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts sind die Bestandszahlen des kleinen Vogels stark rückläufig. Gründe hierfür ist der Verlust der ursprünglichen Lebensräume durch wasserbauliche Veränderungen bzw. Vernichtung seiner Brutplätze.

Auch stehen die Brutplätze zwischenzeitlich in Konkurrenz zur Erholungs- und Freizeitnutzung der Menschen. Badegäste und Radfahrer vertreiben die Vögel oftmals unbemerkt aus ihren Brutgebieten.

Kürzlich haben nun die Mitarbeiter des Landesbetrieb Gewässer mehrere Schilder beim Zollwehr in Biberach aufgestellt. Sie sollen die Spaziergänger nicht nur vom Betreten der Kiesinsel in der Brutzeit abhalten, sondern erklären auch die Hintergründe.

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