• Kontakt
  • Anmelden

Schwarzwälder Post

  • Startseite
  • Sport
  • Veranstaltungen
    • Veranstaltungskalender
    • Veranstaltung anmelden
Biberach | 21.11.2025

Gedenken an der Kriegergedächtnisstätte

von Gisela Albrecht

Am bundesweiten Volkstrauertag am Sonntag wurde auch in Biberach an die Opfer durch Kriege, Gewaltherrschaft und Menschenrechtsverletzungen erinnert. Die Gedenkfeier fand im Anschluss an den Gottesdienst in der Kirche statt.

 

Der Chor für Alle Liederkranz Biberach unter Leitung von Sonja Große und das Blasorchester Biberach sorgten für eine würdevolle Umrahmung. Bürgermeister Jonas Breig hielt die Gedenkrede.

Im Wortgottesdienst nahm Gemeindereferentin Anke Haas thematisch Bezug zum Volkstrauertag. Wenn wir die Nachrichten einschalten, sehen wir
Bilder von Krieg und Zerstörung, erklärte sie. Wohin steuert unsere Welt? „Jesus lässt uns nicht allein“, machte sie deutlich. Er hält an uns fest, auch wenn die Welt um uns herum ins Wanken gerät. Die christliche Hoffnung sagt uns: Gott ist größer und wirkt durch sein Licht auch in dunklen Zeiten. Anke Haas forderte dazu auf, auf die Menschen zu sehen, die Hoffnung bringen. „Taten der Nächstenliebe gibt es überall zu sehen“, betonte sie. Auch wir dürfen durch kleine Taten im Alltag zeigen, dass wir füreinander beten, einander beistehen, Frieden stiften. Als Christen sind wir berufen, Licht der Welt zu sein. Wenn viele Lichter zusammen leuchten, wird die Dunkelheit zurückgedrängt. Am Ende ihrer Ausführungen rief sie dazu auf, im Vertrauen auf Gott Hoffnung hinauszutragen in unsere Familien, Arbeitsplätze und Gemeinden.

Gedenkfeier in der Kirche

Mit einem Lied zum Thema Frieden, vorgetragen vom Liederkranz Biberach, begann die Feier. Das Blasorchester Biberach trug mit zwei Liedern zum feierlichen Charakter der Veranstaltung bei. Bürgermeister Jonas Breig erinnerte in seiner Ansprache zunächst an den 2. Weltkrieg, der vor 80 Jahren zu Ende ging. Damals lag der Kontinent in Trümmern. Schuld, Trauer und Unsicherheiten bestimmten die Gesellschaft. „Erst später merkten viele Menschen, dass der 8. Mai 1945 auch ein Tag der Befreiung war“, erklärte Breig. Der Volkstrauertag erinnert daran. „Eine ehrliche, selbstkritische Erinnerung ist Voraussetzung für den Erinnerungsprozess“, machte Breig deutlich.

Heutzutage erleben wir Kriege in Europa und in der Welt. Die Nachrichten sind bedrückend und unsere Demokratie steht unter Druck von innen und außen, führte er weiter aus. Wofür stehen wir? Unsichere Zeiten erzeugen Frust, und statt nach Lösungen zu suchen, erfolgen Schuldzuweisungen, bedauerte Breig. Die Debattenkultur werde rauer und die Einzelinteressen stärker. „Am Volkstrauertag sollen wir uns stärker bewusst werden, dass die Freiheit des Einzelnen da endet, wo sie die Rechte der Anderen einschränkt“, betonte Breig. Ja, die Demokratie ist anstrengend, weil sie Diskussionen und Kompromisse erfordert. Doch der Aufwand ist notwendig, die Streitkultur muss leben. „Demokratie ist die beste Form des Zusammenlebens“, ist Breig überzeugt.

Gedenken am Mahnmal

Er richtete seinen Blick nach China, Russland und Nordkorea: Dort herrschen Diktatur, und die Freiheit des Einzelnen sowie die Menschenwürde gehen verloren. Abschließend sagte er mit Nachdruck: „Der Volkstrauertag erinnert uns daran, dass wir Freiheit und Demokratie von Generation zu Generation weitertragen.“ Mit dem offiziellen Text des Totengedenkens endete seine Ansprache.

Der Chor der Klänge sang das bekannte Antikriegslied „Sag mir, wo die Blumen sind“ mit mehreren Strophen. Pete Seeger hat es 1955 komponiert, Marlene Dietrich 1962 in der deutschen Version gesungen.

Nach der Gedenkfeier in der Kirche gingen alle Teilnehmer zur Kriegergedächtnisstätte beim Alten Kirchturm. Feuerwehrkameraden stellten sich am Denkmal auf und senkten die Fahne, als Bürgermeister Jonas Breig eine Gedenkminute am Mahnmal einlegte. Das Blasorchester spielte eine musikalische Begleitung.

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Hombacher Kegler übernehmen wieder die Tabellenspitze
    Hombacher Kegler übernehmen wieder die…
  • 2026-1-16-ZE-hps-Pfarrkirche Zell-DSC_4837Foto: Hanspeter Schwendemann
    Festgottesdienst markiert Start der neuen…
  • 2026-1-19-ZE-vo-und-Neujahrsempfang CDU XT4V5620-2Foto: Susanne Vollrath
    Kanzleramtsminister Thorsten Frei zu Gast…

Schlagworte:
Gemeinde Biberach, Kath. Kirchengemeinde St. Blasius Biberach, Volkstrauertag

Veranstaltungskalender für Zell a. H., Biberach, Nordrach und Oberharmersbach

Februar 2026
MDMDFSS
       1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28  
« Jan.  März »

Zell a. H.

  • Kneippverein Zell am Harmersbach: Lachyoga – ein heiteres Bewegungstraining am 10.02.2026 ab 19:00 Uhr
  • FORUM älterwerden Zell am Harmersbach: Seniorenfasend 2026 am 11.02.2026 ab 14:00 Uhr
  • Narrenzunft Zell am Harmersbach: Großer Zunftabend am 12.02.2026 ab 20:00 Uhr

Biberach

  • FORUM älterwerden Biberach: Seniorenfasent am 17.02.2026 ab 14:00 Uhr
  • Schwarzwaldverein – Ortsgruppe Biberach: Seniorenwanderung zum Posthörnle am 5.03.2026 ab 14:00 Uhr
  • DRK Ortsverein Biberach: Jahreshauptversammlung am 7.03.2026 ab 19:00 Uhr

Nordrach

  • Alte Wieber heben ab Richtung Ballermann am 13.02.2026 ab 19:30 Uhr
  • Bildungswerk Nordrach: Pfingstfahrt in das Loire-Tal am 14.02.2026
  • Trachtengruppe Nordrach: Generalversammlung am 20.02.2026 ab 19:30 Uhr

Oberharmersbach

  • FORUM älterwerden Oberharmersbach: Seniorenfasend am 12.02.2026 ab 14:11 Uhr

Schulferien & Feiertage

  • Keine Termine

© 2026 Schwarzwälder Post

  • Login für Autoren
  • Sitemap
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Kontakt