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Biberach-Prinzbach | 12.12.2016

Prinzbacher servierten musikalische Palette

Die Titel wurden vielfach Filmen und Musicals entnommen

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Am Ende konnten die Akteure auf der Bühne gemeinsam den stürmischen Applaus des Publikums genießen: Dirigent Stefan Griesbaum und die 41 Musiker/innen des Musikvereins Prinzbach-Schönberg boten den rund 300 Besuchern einen unterhaltsamen Konzertabend. Foto: Dieter Petri
von Dieter Petri

Mit einem zweieinhalb-stündigen Konzert unter Leitung von Dirigent Stefan Griesbaum erfreute das Blasorchester des Musikvereins Prinzbach-Schönberg rund 300 Besucher, die am Vorabend des 3. Advent der Einladung in die Biberacher Sport- und Festhalle gefolgt waren. Das Publikum quittierte die musikalische Leistung mit begeistertem Applaus.

Blick ins Register der Querflöten.
Moderator Josef Schöner führte versiert durch den Abend.
Foto: Dieter Petri
Glänzten als Solistinnen: Sonja Himmelsbach (links) und Claudia Martin (rechts).
Foto: Dieter Petri
Beim Titel »The Typewriter« wurde Ralf Isenmann zum Zehn-Finger-Akrobaten.
Foto: Dieter Petri
Am Ende konnten die Akteure auf der Bühne gemeinsam den stürmischen Applaus des Publikums genießen: Dirigent Stefan Griesbaum und die 41 Musiker/innen des Musikvereins Prinzbach-Schönberg boten den rund 300 Besuchern einen unterhaltsamen Konzertabend.

Den Anfang des Konzerts machte ein flotter Galopp von Dmitri Kabalewski. »Comedians‘ Gallop« zählt zu den bekanntesten Titeln einer Folge von Orchesterstücken, die der russische Komponist unter dem Titel »Die Komödianten« komponierte. Den Takt gibt beim Vorzeige-Stück das Marimbaphon an, das von Manuel Kopf meisterlich beherrscht wurde.

Nach dem unbeschwerten Einstieg machte sich das Orchester an die musikalische Aufarbeitung eines ernsten Themas der jüngeren deutschen Geschichte, den Widerstand der Geschwister Scholl gegen die nationalsozialistische Kriegspolitik. Moderator Josef Schöner erinnerte an die Schlacht um Stalingrad, welche die Geschwister Scholl veranlasste, ihre Kritik mit Flugblättern zu verbreiten. Als sie entdeckt wurden, bezahlten sie ihren Mut mit dem Leben. Otto M. Schwarz setzte das Thema in konturenscharfe Musik um, die vom Blasorchester mit großer Sorgfalt vorgetragen wurde.

Tiping music

Der darauffolgende »Schreibmaschinenschreiber« (The Typewriter) von Jerry Lewis gehörte dagegen der leichteren Muse an. Schlagzeuger Ralf Isenmann schlüpfte in die Rolle des »Zehn-Finger-Akrobaten«, der mit einer mechanischen Schreibmaschine gekonnt die rhythmischen Akzente setzte. Was sich für den Zuhörer wie selbstverständlich anhörte, hatte in Wahrheit eine anhaltende Übung vorausgesetzt, bei der viel Papier verschlungen wurde. Als Gag gab es deshalb für den Vertreter der »schlagenden Verbindung« anschließend einige Kartons mit Extra-Papier.

»Helden, Schurken und Spitzbuben« lautete das thematische Band, das die unterschiedlichen Titel zu einem Melodienstrauß verband. Dabei durften »Batman« und »James Bond 007« nicht fehlen. Moderator Josef Schöner überließ es dem Zuhörer, welches Etikett er welcher Figur anheften und mit welcher er sich selbst identifizieren wollte. Beim »Batman«, dem Rächer im Fledermauskostüm, »der die Gesetzlosen das Fürchten lehrte« übernahm Claudia Martin mit dem Saxophon in aller Ruhe den Solopart. Beim darauffolgenden »James Bond 007« glänzte Sonja Himmelsbach mit diesem Instrument.

Piraten und Komödianten

Nach der Pause führte der Soundtrack zum Film »Die Glorreichen Sieben« in die staubige Wüste Mexikos. Das Arrangement von Roland Smeets mischt merkwürdigerweise amerikanische Country-Music mit alpenländischer Tradition. Aufgepeppt wurde der Titel durch spritzige Soli von Timo Schmieder und Myriam Soyk. Beim Konzertwerk »The Rise oft the Blackjack« von Gerald Oswald waren die Musiker zunächst als Windmaschinen gefordert, die den aufkommenden Sturm auf hoher See imitierten. Gekonnt führte Kapitän Griesbaum sein Piratenschiff mit donnerndem Getöse zum musikalischen Sieg.

Das berühmte Komiker-Paar »Dick und Doof« inspirierte den Komponisten Harald Kolasch zu einer musikalischen Collage mit dem erfrischenden Sound der Zwanziger Jahre. Melanie Haas an der Klarinette und Timo Schmider an der Trompete inszenierten musikalisch die Gags der legendären Komiker. Nahtlos schlossen sich die »heißen Tänze« des Musicals »Chicago« an, bei denen sich insbesondere das Klarinetten-Register den Herausforderungen voll gewachsen zeigte und das Blasorchester zu einem rasanten Finale auflief.

Prominenz im Publikum

Mit dem stürmischen Applaus für das offizielle Programm sicherte sich das Publikum noch ein paar Zugaben, darunter ein Marsch der alten Schule, der an Kaiserin Sissi und Kaiser Franz erinnerte. Spontan klatschte das Publikum den Rhythmus mit.

Vorsitzender Bernd Schmider freute sich, dass auch Bürgermeisterin Daniela Paletta, der frühere Bürgermeister Hans Peter Heizmann mit Gattin sowie dessen Vorgänger Wolfgang Bösinger und auch Ehrendirigent Ludwig Vollmer mit Gattin zum Konzert gekommen waren. Ortsvorsteher Klaus Beck und seine Frau Karin hatten beim Orchester mitgewirkt. Schönbergs Ortsvorsteher Albert Himmelsbach und Gattin saßen unter den Gästen.

Schmider dankte der DJK für die Bewirtung sowie den Geld- und Sachspendern. Sein besonderer Dank galt dem Dirigenten Stefan Griesbaum, der das Orchester einmal mehr zum Erfolg geführt hatte.

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