Die Igelrettung Ortenau fordert ein Nachtfahrverbot für Mähroboter.
Die Igelrettung Ortenau e.V. fordert den Erlass eines Nachtfahrverbots für Mähroboter im Ortenaukreis. Ein entsprechender Antrag sei an das Landratsamt übermittelt worden, wie der Verein in einer Pressemitteilung mitteilt.
Hintergrund sei die zunehmende Gefährdung von Igeln und anderen Kleintieren durch den Einsatz von Mährobotern in der Nacht. „Igel sind nachtaktiv und reagieren auf Gefahr nicht mit Flucht, sondern rollen sich ein. Dadurch werden sie von Mährobotern häufig schwer verletzt oder getötet“, erklärt der Verein.
Im Jahr 2025 wurden über 20 durch Mähroboter verletzte Igel in der Pflegestation des Vereins aufgenommen. Viele davon schwerstverletzt, einige konnten trotz intensivmedizinischer Versorgung nicht überleben.
Der Bestand des Igels ist in Deutschland rückläufig. Als besonders geschützte Tierart fällt er unter das Bundesnaturschutzgesetz. Daraus ergibt sich aus Sicht des Vereins die Notwendigkeit, wirksame Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
„Andere Landkreise und Städte haben bereits gezeigt, dass ein Nachtfahrverbot für Mähroboter praktikabel und wirksam ist“, so der Verein weiter. Die Regelung sei einfach umzusetzen und stelle einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz dar.
Das vorgeschlagene Verbot soll den Betrieb von Mährobotern in der Zeit von 30 Minuten vor Sonnenuntergang bis 30 Minuten nach Sonnenaufgang untersagen. Parallel zum Antrag wurde eine öffentliche Petition gestartet, um dem Anliegen zusätzlichen Rückhalt in der Bevölkerung zu verschaffen (www.change.org/NachtfahrverbotMähroboter).




