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Biberach-Prinzbach | 16.03.2018

Frühjahrsversammlung der FBG Biberach-Prinzbach:

Verkaufspreise auf dem Holzmarkt ist seit Jahren stabil

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Der FBG-Vorstand und öffentliche Vertreter (von links nach rechts) bei der diesjährigen Frühjahrsversammlung: Ortsvorsteher Klaus Beck, Vorsitzender Wilhelm Schmieder, Bürgermeisterin Daniela Paletta, Geschäftsführerin Marita Echle, Revierförster Philipp Glanz, stellv. Vorsitzender Martin Brosamer und Bezirksförster Joachim Hass. Foto: Dieter Petri
von Dieter Petri

Auf der Frühjahrsversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Biberach-Prinzbach berichtete Revierförster Philipp Glanz über den Holzeinschlag und die Verkaufserlöse im vergangenen Jahr. Kurt Weber stellte die technischen Unterstützungsmöglichkeiten des »Waldservice Ortenau eG« für die Waldbesitzer vor. Forstbezirksleiter Joachim Hass wies auf die notwendigen Maßnahmen zur Sperrung von Waldwegen bei Holzfäll-Arbeiten hin.

In der FBG haben sich die Besitzer von Privatwald und Gemeindewald zum Zwecke der Waldpflege und Holz­vermarktung zusammengeschlossen. Die Beratung geschieht durch einen staatlichen Förster. Dieser darf jedoch keine Funktion eines Geschäftsführers übernehmen, weil dadurch eine Wettbewerbsverzerrung eintreten würde. Die örtliche FBG hat daher in einer früheren Sitzung Marita Echle zur Geschäftsführerin bestimmt. Sie wickelt die Finanzen ab. Das gerichtliche Verfahren, das die zulässige Funktion des Förs­ters neu definieren soll, ist bundesweit noch immer anhängig. Im April steht dazu eine weitere Gerichtssitzung an.

Revierförster Philipp Glanz stellte die Einschlagmengen für 2017 vor. Die Gesamtmenge betrug 3.186 Festmeter (Fm). Das entspricht dem durchschnittlichen Hiebsatz der letzten fünf Jahre. Von den sogenannten »Selbstwerbern«, die sich für die Aufarbeitung eines Waldloses beworben haben, wurden insgesamt 1.682 Fm Holz geschlagen. 43 Prozent ging in die Herstellung von Spanplatten, 26 Prozent diente der Produktion von Paletten. Mit 13 Prozent war das Stammholz der Douglasie vertreten. Diese Baumart erzielt schon seit einiger Zeit Höchstpreise. Dagegen lag der Stammholzverkauf bei Fichte oder Tanne lediglich bei 2 Prozent. Gleiches galt für das Laub-Stammholz.

Mit 12 Prozent war Papier- und Brennholz beteiligt. Bei ersterem kommt Nadelholz zum Zug, bei letzterem vorrangig Laubholz (Eiche und Buche). Das sogenannte Hackholz für die Gewinnung von Hackschnitzel lag bei 4 Prozent. Die Erlöse schwankten zwischen 16 bis 53 Euro pro Festmeter. Das wertvollere Holz steht für die Einzelverkäufe zur Verfügung. Hier wurden 1.504 Festmeter eingeschlagen. Die Erlöse lagen im Durchschnitt jedoch bei rund 76 Euro pro Festmeter.

Markt für Sturmholz

Kurt Weber begann die Vorstellung der Genossenschaft »Waldservice« mit einer Luftaufnahme der Anlage in Ohlsbach. Ins Auge fielen dabei die große offene Halle für die Trocknung von Hackschnitzel, das Nasslager für Stammholz und das Lager für Brennholz. Der Betrieb hat in jüngster Zeit einen leistungsstärkeren Häcksler erworben. Er zerkleinert auch Sägerei-Abfälle für die Produktion von Pellets. Gut gerüstet ist der »Waldservice« zudem für besonders heikle Baumfäll-Aktionen, zum Beispiel im Straßenbereich. Überlegt werde die Anschaffung eines geländegängigen Mulchers auf Raupen, der eventuell ausgeliehen werden kann.

»Die Auswirkungen der aktuellen Winterstürme sind überschaubar«, stellte Weber fest. Allerdings gebe es einzelne Waldbesitzer, die stark betroffen sind. Wichtig sei, das Sturmholz unverzüglich aufzuarbeiten, damit sich im zeitigen Frühjahr bei warmer Witterung nicht der Borkenkäfer einnistet. Der Markt sei für dieses Holz aufnahmebereit. Eine Neuerung gebe es bei den Transportlängen für Stammholz. Galten bisher 21 Meter als das Maximum, müssen die Stämme voraussichtlich schon ab Mitte des Jahres auf 19 Meter gekürzt werden.

Marita Echle legte den Geschäftsbericht vor. Er war von Georg Buchholz und Karl Heinz Moser geprüft worden. Da sich keinerlei Beanstandungen ergaben, empfahlen sie eine Entlastung, die einstimmig erteilt wurde. Ebenso einstimmig wurde der gesamte Vorstand entlastet, der von Wilhelm Schmieder angeführt wird.

Wegsperrung ist zu akzeptieren

Eine lebhafte Diskussion ergab sich beim Thema Wegsperrung bei Holzfällarbeiten. Wenn ein Baum in den Weg zu stürzen droht, sollte nicht nur ein Banner aufgestellt werden, sondern aus Sicherheitsgründen auch ein zusätzlicher Posten die Passanten warnen. Fußgänger werden dringend gebeten, im eigenen Interesse die gesetzlich angeordnete Absperrung zu respektieren.

Der Bezirksförster Joachim Hass kündigte an, bereits im April in die Altersteilzeit zu gehen. Er hoffe, dass das Zusammenwirken von privaten und öffentlichen Waldbesitzern mit einem staatlichen Förster erhalten bleibe. Er selbst habe damit gute Erfahrung gemacht. Vorsitzender Wilhelm Schmieder dankte dem scheidenden Forstmann für die gute Zusammenarbeit.

Der Ortsvorsteher Klaus Beck informierte über die Bildung einer Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung der Grundstücksbesitzer westlich der B33. Ziel sei die Ausstattung der Wege zu Einzelhöfen mit einer Schwarzdecke. Ferner stehe die Erweiterung des Waldwegenetzes an. Er appellierte an die Waldbesitzer gegebenenfalls für eine Mitarbeit im Vorstand bereit zu sein.

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    Engagement für Wege, Wanderer und Gemeinschaft

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Forstbetriebsgemeinschaft Biberach-Prinzbach

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