Die Stadt Zell hat Mehrfachblutspender geehrt. Für jeweils 125 Blutspenden wurden Martin Breig, Manfred Brosemer und Karl-Michael Kunner ausgezeichnet.
Am Donnerstagabend hat die Stadt Zell die Mehrfachblutspender zur Ehrung in den Bürgersaal des Rathauses eingeladen. Enttäuscht zeigte sich Bürgermeister Günter Pfundstein darüber, dass von den 28 eingeladenen Personen lediglich acht der Einladung gefolgt waren.
Wertschätzung ausdrücken
Besonders begrüßte er die Vertreter der DRK-Ortsgruppe Unterharmersbach/Oberharmersbach, Beisitzer Hartmut Bruch und die stellvertretende Bereitschaftsleiterin Vanessa Robens. Pfundstein stellte sich selbst als Liquidator der DRK-Ortsgruppe Zell vor. „Die Liquidation dauert ein Jahr, folglich noch bis November“, erklärte er. Deshalb könne die Ehrung der Blutspender nicht wie in den Vorjahren in den Räumen des DRK in der Hauptstraße stattfinden. Das DRK-Gelände sei inzwischen verkauft.
„Es ist eine gute Tradition, die Ehrung bei einem eigenen Termin vorzunehmen. Damit drücken wir Wertschätzung aus“, machte Pfundstein deutlich. Er stellte die Broschüre „Gemeinsam Leben retten“ vor, die die Kommunen zur Blutspenderehrung erhalten.
Blutspenden retten Leben
Darin wird unter anderem erläutert, dass der größte Anteil der Blutspenden für Krebspatienten benötigt wird (19 Prozent). Jeweils 16 Prozent werden für Herzpatienten und Patienten mit Magen-Darm-Erkrankungen verwendet. Zwölf Prozent der Blutspenden kommen Unfallopfern zugute. Diese vier Bereiche machen zusammen rund zwei Drittel aller Blutspenden aus.
Außerdem informierte Pfundstein über die Bestandteile des Blutes und deren Haltbarkeit. Rote Blutkörperchen können 42 Tage bei vier Grad Celsius aufbewahrt werden, Blutplättchen sind vier Tage haltbar. Das Blutplasma, den flüssigen Bestandteil des Bluts, kann bis zu zwei Jahre eingefroren werden.
„Blutspenden sind extrem wichtig“, betonte der Bürgermeister und dankte den anwesenden Spenderinnen und Spendern für ihr langjähriges Engagement.
125 Blutspenden
Die äußerst seltene Ehrung für 125 Blutspenden wurde drei Personen zuteil: Martin Breig, Manfred Brosemer und Karl-Michael Kunner. Sie erhielten eine Urkunde, die Ehrennadel in Gold mit Eichenkranz sowie ein Präsent. Außerdem gab es lang anhaltenden Applaus.
Für 100 Blutspenden wurden Hans-Peter Krämer und Charlotte Kunner ausgezeichnet. Mathias Wylegalla erhielt eine Ehrung für 75 Blutspenden.
Auch 50 Blutspenden sind eine beachtliche Leistung. Reiner Kunner und Klaus Schwörer wurden dafür in Abwesenheit geehrt.
25-mal Blut gespendet haben Monika Bruder, Edeltraud Fehrenbach, Tobias Isenmann, Lucia Isenmann, Christine Krämer und Christoph Vollmer. Sie konnten an der Ehrung nicht teilnehmen.
Die meisten Ehrungen entfielen auf zehnmaliges Blutspenden. Ausgezeichnet wurden Wendelin Boschert, Jürgen Bruder, Burak Duran, Axel Gebauer, Michael Hug, Christian Kunner, Simon Lindenlaub, Daniel Mahler, Robin Müller, Florian Olschewski und Tanja Rudolf.
Die in Abwesenheit Geehrten erhalten ihre Urkunden per Post, kündigte Bürgermeister Pfundstein an. Zum Abschluss lud er alle Geehrten zu einem Imbiss und Getränken ein. „Im Bürgersaal darf auch etwas gefeiert werden“, sagte er.





