Der Pavillon aus den Siebzigern wird abgerissen und durch einen modernen Kindergarten mit sechs Gruppen ersetzt.
Der Himmel? Wolkenlos. Die Laune der Gäste? Ebenso, als am Donnerstagvormittag hinter dem Unterharmersbacher Rathaus der Startschuss für das neueste Millionenprojekt der Stadt Zell am Harmersbach fiel. Wo aktuell noch der marode Kindergarten-Pavillon der „Kleinen Wolke“ aus den Siebzigern steht, wird zeitnah Platz für Neues geschaffen. Der Spatenstich für den Neubau des Kindergartens markiert zudem den Anfang vom Ende einer jahrzehntelangen Pendelei zwischen zwei Häusern.
Ausschreibungen lassen hoffen
Bürgermeister Günter Pfundstein blickte beim Vor-Ort-Termin zufrieden in die Runde. Die Ausschreibungen? Liefen besser als gedacht. „Man sieht wieder Konkurrenz unter den Firmen“, freute er sich. Nach aktuellem Stand bleibe das Projekt wohl deutlich unter der Sieben-Millionen-Marke.
Gebaut wird am bisherigen Standort ein moderner Sechs-Gruppen-Kindergarten in „bester Lage“. Gebaut wird zum Teil zweistöckig mit massiven Holzelementen, die ohne belastende Ausdünstungen auskommen sollen. Das angestrebte QNG-Siegel setzt dafür enge Grenzwerte bei den verwendeten Materialien. Architekt Benjamin Schmider setzt auf Qualität, im Idealfall von regionalen Handwerkern umgesetzt. Zudem kann das Zertifikat die Eintrittskarte zu günstigen Fördergeldern sein.
Damit das relativ neue Pflaster auf dem Rathausplatz nicht direkt unter die Räder kommt, zeigten sich die Nachbarn kooperativ: Die Zufahrt zur Baustelle erfolgt über eine angrenzende Grünfläche.
Baustellen-Kino vom Feinsten
Erst im Oktober letzten Jahres gab der Gemeinderat grünes Licht für das Projekt, im Februar war die Baugenehmigung da, und Ende März packten die Kinder bereits ihre Siebensachen. Seit dem 26. März wird in der Ortsverwaltung gespielt, gelacht und getobt. Dafür wurde dort vorab ordentlich renoviert: Neues Dach, neue Elektrik, aufgefrischte Sanitäranlagen und so weiter. „Alles nachhaltig“, betont Ortsvorsteher Jürgen Isenmann. Schließlich soll das meiste davon später weiterverwendet werden können.
Der Clou für den Nachwuchs: Vom Fenster aus können sie bald täglich den Fortschritt verfolgen. Baustellen-Kino vom Feinsten! Im Juni sollen die Rohbauarbeiten beginnen, im November 2027 wird, wenn alles nach Plan läuft, der Einzug in den neuen Kindergarten gefeiert.
Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.





