Gemeinsam trugen die Eckwaldhexen am Fasenddienstag ihre Hexe zum Feuer.
Eine bunte und rundum gelungene Fasend ist nun vorbei – und wie es sich für echte Närrinnen und Narren gehört, wurde auch der Abschied noch einmal gebührend zelebriert.
Am „Fasend-Zischdig“ versammelten sich die Eckwaldhexen zum traditionellen Umzug um 18.30 Uhr in Richtung Hexenverbrennung in Unterharmersbach. Musikalisch begleitet wurden sie dabei – wie könnte es anders sein – von der Guggenmusik Eckwaldpuper. Mit lautem Wehklagen, theatralischem Schluchzen und jeder Menge närrischer Emotionen zog die Hexenschar durch den Hombe. Spätestens da war klar: Diese Fasend hatte ihre Spuren hinterlassen. Kein Auge blieb trocken – und ganz Unterharmersbach dürfte gehört haben, wie schwer der Abschied fiel.
Am Rathausplatz warteten bereits zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer, um das Spektakel mitzuerleben und den Hexen beizustehen. Dort begrüßte Dieter Fritsch die versammelte Narrenschar und ließ in seiner Ansprache noch einmal die vergangenen Wochen Revue passieren. Er sprach von einer besonderen Zeit voller Gemeinschaft, Zusammenhalt und unvergesslicher Momente – einer Zeit, in der man dem Alltag für eine Weile entfliehen durfte. Nun aber heißt es Abschied nehmen: Das Häs wird sorgfältig gereinigt und verstaut, damit die Eckwaldhexen im kommenden Jahr wieder in vollem Glanz auftreten können.
Sein Dank galt dabei vielen helfenden Händen: den Eckwaldpupern für ihre musikalische Begleitung und die freundschaftliche Unterstützung, den Hexen selbst für ihr großes Engagement bei Umzügen und Arbeitseinsätzen sowie allen Närrinnen und Narren, die mit ihrer Teilnahme und Begeisterung die Veranstaltungen bereichert haben. Mit einem kräftigen, dreifachen „Eckwald-Hexen!“ wurde die Fasend 2026 schließlich offiziell verabschiedet.
Emotional wurde es noch einmal, als der Hexenbaum mit lautem Krachen zu Boden fiel. So manche Hexe musste getröstet und in den Arm genommen werden. Gemeinsam trugen die Eckwaldhexen ihre Hexe zum Feuer – selbst ein letzter, augenzwinkernder Fluchtversuch blieb erfolglos. Als die Hexe schließlich den Flammen übergeben wurde, hallte lautes Wehklagen über den Rathausplatz. Umrahmt von den klangvollen Tönen der Eckwaldpuper umringten die Hexen das Feuer, bis auch der letzte Funke erloschen war.
Wer danach noch nicht genug hatte, ließ den Abend beim gemeinsamen Fasendausklang im Gasthaus „Ochsen“ gemütlich ausklingen – ganz im Sinne echter Narrentradition.
Und so bleibt am Ende letzlich nur eines zu sagen: „Nach der Fasend ist vor der Fasend!“
Die Eckwaldhexen blicken dankbar auf eine großartige Fasend 2026 zurück – und freuen sich schon jetzt auf eine mindestens ebenso schöne Kampagne im Jahr 2027.





