Närrisch, herzlich und voller Stimmung: Bei der Seniorenfasend 2026 im Pfarrsaal war mächtig was los. Zahlreiche Seniorinnen und Senioren kamen, um gemeinsam zu lachen, zu singen und zu schunkeln.
Foto: Ulla Specken
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Foto: Ulla SpeckenSchon lange vor Programmbeginn füllte sich der bunt geschmückte Saal. Am Eingang zum „hochwohllöblichen Saal“ empfing das närrische Team FORUM älterwerden Zell die Besucherinnen und Besucher mit einem süßen Anhänger als Willkommensgruß. Die Gäste freuten sich darauf, Bekannte zu treffen, gemeinsam zu singen und ein paar unbeschwerte Stunden in fröhlicher Runde zu verbringen. Annemarie Jäkle begrüßte das Publikum herzlich und führte durchs bunte Programm.
Musikalisch, schwungvoll, närrisch
Für gute Laune sorgten Gisela und Karl-Heinz Hug. Mit bekannten Fasend-Hits, Schunkelliedern und jeder Menge Schwung brachten sie die Gäste zum Mitsingen und Klatschen.
D’ Husbuddel hett’s wieder g’sait
Margarete Erdrich strapazierte einmal mehr die Lachmuskeln. Mit spitzem Wortwitz und in Reimen erzählte sie vom Eheleben einer „Husbuddel“. Früher gab’s noch „Schnuckiputz“ und „Lieber Schatz“, jetzt aber ist damit Schluss. Wenn sie einmal ausgehen wolle, gibt es „ä Gepöbel“. Der Mann darf freilich immer „forthocke“, während „d’Frau dahaim schafft“. Ihr Fazit: „Mir Fraue müsse halt alles trage“, klagte sie scheinbar resigniert – um dann mit verschmitztem Lächeln das Trostlied anzustimmen: „Wir kommen alle, alle in den Himmel …“ Beim bekannten Lied stimmte der ganze Saal begeistert mit ein und belohnte sie mit kräftigem Applaus.
Frau Sonnemann sucht ä Mann
Rita Isenmann als Frau Sonnemann nahm sich für ihren Auftritt mit viel Humor und Selbstironie das Thema Partnersuche im Alter vor. Ob Internet oder Café, ob Anzeige in der Zeitung – die Suche gestaltet sich schwierig. „Die meischte Männer sueche sich ä Putzfrau oder ä Köchin für’s guede Esse“, meinte sie augenzwinkernd. Mit ihrem Lied „Klingelingeling, jetzt kommt Frau Sonnemann“ brachte sie den Saal zum Lachen.
Und beim Bild vom vermeintlichen Lockenkopf, der sich dann als Glatzkopf entpuppte, gab’s kein Halten mehr. Zum Abschluss rief sie schmunzelnd: „Ganz ohne Mann goht’s au – aber schee wär’s scho, wenn mer einen hätt‘.“ Mit ihrem Lied und Hoorig isch die Katz‘ verabschiedete sie sich vom Publikum, das großen Beifall spendete.
Dänz‘ und Glitzer
Richtig bunt wurde es, als die Mädels vom Tanz- und Bewegungszentrum „Just Move“ unter der Leitung von Susi Dangl die Bühne betraten. Mit farbenfrohen Kostümen und tollen Choreografien begeisterten sie die Seniorinnen und Senioren: Die Jüngsten (6 bis 9 Jahre) tanzten zur Musik von „Rustis“, die Zehn- bis Zwölfjährigen zeigten ihr Können zu „Crush“ von Ky Baldwin, und die Ältesten (12 bis 13 Jahre) glänzten mit „No Excuses“ von Meghan Trainor. Zum Finale legten alle 30 Tänzerinnen gemeinsam zu „Celebration“ los und ernteten stürmischen Applaus.
Ä scheens Fescht
Die Freude unter den Besuchern war groß. „Es war wieder schön!“ – dieser Satz war am Ende oft zu hören. Mit dem Zeller Narrenmarsch klang die stimmungsvolle Seniorenfasend 2026 fröhlich aus. Es war ein Nachmittag voller Lachen, Musik und Lebensfreude, ganz im Geiste der schwäbisch-alemannischen Fasend.





