Hotline-Horror im Homberle-Wohnzimmer, Millionen-Suche im Stadtkern West und genetische Experimente beim Narren-Nachwuchs: Der Städtleabend glänzt mit Las-Vegas-Glamour, Luxus-Radwegen und einer ganz neuen Art von „schwarzer Magie“.
Unter der Nummer 07835/P-L-A-T-Z soll dieses Jahr endlich Ordnung einkehren, nachdem das Reservierungsdebakel des Vorjahres für rote Köpfe gesorgt hatte. Damals hatte Alt-Oberhomberle Bobbesch die Kartenwünsche zwar monatelang im Voraus entgegengenommen, sie dann schlichtweg vergessen. „Er meint’s ja wirklich nur gut“, verteidigt ihn seine Frau Claudia. Doch auch im Wohnzimmer der neuen Familie Oberhomberle lösen sich dieses Jahr wieder alle Hoffnungen auf ein Ticket im Chaos auf.
Denn Bobbesch hatte es wieder „gut gemeint“, weshalb die Plätze längst vergeben sind. Als die Hotline schrillt, sieht das neue Oberhomberle nur noch einen Ausweg: Die Flucht nach vorn. Er gießt endlose Wortkaskaden über den Anrufer und mutiert zum menschlichen Sprachmenü. Der nächste Anrufer wird von Viktor Lehmann betreut. Dass der schließlich glaubt, mit ChatGPT statt mit einem Menschen zu sprechen, bringt das Fass bei Claudia zum Überlaufen. Man müsse die Wahrheit sagen und freundlich sein, insistiert sie. Als es schließlich erneut klingelt und sie abnimmt, platzt es jedoch unerwartet ungehalten aus ihr heraus: Es gibt keine Karten mehr. Dumm nur, dass diesmal ausgerechnet der Bürgermeister am Apparat war.
Konfetti im Herz
Nach so viel Aufregung braucht es erst einmal Konfetti für die Seele. Das Kinderballett zauberte unter der Leitung von Anne Selinger, Svenja Welle, Marie Klammer und Pia Sapparth eine solche Leichtigkeit auf die Bühne, dass das Publikum mit nicht enden wollenden Zugaberufen reagierte und die kleinen Akteure in einem bunten Konfetti-Regen feierte.
Millionen im Schließfach?
Auf der „Homberlebonk“ bezogen wie gewohnt Florian Lehmann und Martin Pils Stellung, um Schlagzeile für Schlagzeile das Jahr Revue passieren zu lassen. Etwa bot das Sanierungsgebiet Stadtkern West reichlich Zündstoff: Millionen seien dank der Bauministerin nach Zell geflossen, doch wo das Geld abgeblieben ist – vielleicht im Schließfach? – blieb offen. Auch die neuerlichen Stadtspaziergänge mit Beratern sorgten für Spott, schließlich war das Städtle schon vor zehn Jahren unter die Lupe genommen worden. „Wenn der neue Plan so gut funktioniert wie der alte – gute Nacht“, lautete das trockene Fazit. Auch das 950-jährige Jubiläum von Unterentersbach und die komplizierte 50-jährige Geschichte des Zusammenschlusses der Ortsteile wurden genüsslich seziert, wobei man sich fragte, was das „Shared-Space-Konzept“ der Unterentersbacher Dorfstraße eigentlich im Alltag bedeuten soll.
Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.





