Ein Ort der Begegnung zwischen Himmel und Erde

Künstler Armin Göhringer hat in Lahr eine Kapelle geschaffen, die reich an Symbolik ist. Die Auftraggeber Bożena und Eckehard Ficht sehen die Skulptur als ein großes Geschenk für sich.

Es ist Weihnachten. Zeit des Schenkens. Zeit für den Besuch einer Kirche. Zeit für Glauben und Dankbarkeit. Künstler Armin Göhringer hat einen Ort geschaffen, der Spiritualität mit Dankbarkeit verbindet. Der mit seiner Symbolik von Spirale und Kreuz den Blick unabhängig von der Konfession auf das irdische Leben und göttlichen Glauben lenkt.

Es ist ein Ort der Stille. Eine Kapelle, die auf dem weitläufigen Areal der „Villa Franz“ in Lahr entstanden ist. Auftraggeber für die Kapelle waren Bożena und Eckehard Franz Ficht. Sie sehen die Skulptur als ein großes Geschenk für sich. Und das Ehepaar sagt damit Danke für einen Lebensweg, der sie reich beschenkt hat.

Offen und gastfreundlich

An einem frühen Novembertag geht die Fahrt über den Schönberg. Oben auf der Passhöhe sorgt die Morgensonne noch für lichte Momente, dann geht es hinab in das graue, mit Nebel geflutete Rheintal. In Lahr, bei der Familie Ficht, öffnet sich die schmiedeeiserne Tür der „Villa Franz“. Dort ist das Zuhause von Dr. habil. Bożena Maria Ficht-Maciejowska und Eckehard Franz Ficht. Die Begrüßung ist herzlich. Armin Göhringer ist mit der Familie Ficht schon seit vielen Jahren persönlich befreundet.

Offen und gastfreundlich

ist auch für mich die Begegnung. Der Fußweg führt durch das weitläufige Areal des historischen Anwesens der ehemaligen Villa Imhausen. Eingeschlossen von einem Feng-Shui-Garten mit einem Bambushain und umgeben von einem runden Platz mit großen Steinquadern empfängt die Kapelle den Besucher.
Ein hochgestreckter Kubus aus rostrotem Cortenstahl. Eine ebenso hohe Eingangstür aus Glas gewährt den Blick auf das Innere der Kapelle mit seinen Kunstwerken. Es sind echte Göhringer-Arbeiten. Modern und eindrücklich. Ein Eichenstamm und Eichenplatten, mit der Kettensäge virtuos bearbeitet. Eine Kapelle, nicht im klassischen Stil aber doch mit Elementen, die diesen Ort der Stille zur sakralen Kunst werden lassen.

Zentrale Skulptur ist ein Eichenstamm, der sich 7,50 Meter in die Höhe streckt. Dahinter das „Altar-Bild“. Zwei überdimensionale Eichenplatten. In die eine Seite sind die kreisrunden Linien einer Spirale eingearbeitet. In die andere Seite ergibt die Linienführung ein Kreuz. Wiederum bilden die lichtdurchlässigen Schnittpunkte beider Platten die Form eines Kreuzes, das im Inneren des Raumes deutlich zu erkennen ist.

Zwei Holzblöcke laden zum Sitzen ein. Bożena Ficht bringt mit einem Filzschlägel den summenden Ton der Klangschale zum Schwingen und macht damit die Spiritualität des Raumes deutlich. „Wir sind Frühaufsteher“, lässt Eckehard Ficht wissen: „Mehrmals wöchentlich suchen wir die Kapelle auf, um hier Ruhe und Kraft für den Alltag zu finden.“ Der Bau ist nach Osten ausgerichtet. Die Morgensonne bringt den Raum und die Lichtpunkte des Kreuzes zum Strahlen.

Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.