Bis November 2027 soll der neue Kindergarten „Kleine Wolke“ fertig sein. Baukosten belaufen sich auf fast sieben Millionen Euro. Stadt Zell beantragt Fördermittel aus dem Ausgleichsstock.
In einer Sondersitzung haben am Montag der Gemeinderat und der Ortschaftsrat die Entwurfsplanung und Kostenberechnung für den Kindergarten „Kleine Wolke“ in Unterharmersbach einstimmig verabschiedet. Bis November 2027 soll der Neubau fertiggestellt sein. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 6,85 Millionen Euro.
Stadt beantragt Fördermittel
Mit Blick auf die Haushaltsdaten 2026 stellt die Stadt Zell den Antrag auf Fördermittel aus dem Ausgleichsstock. Nach ersten Gesprächen am 16. Oktober mit dem Regierungspräsidium Freiburg hofft man auf Ausgleichsstockmittel in Höhe von 1,4 Millionen Euro. Allerdings könnte die Förderung auch geringer ausfallen, merkte Bürgermeister Pfundstein an.
Bevor die Mittel beantragt werden können, muss der Haushaltsplan 2026 beschlossen werden. Gleichzeitig wird die Stadt Zell eine Unbedenklichkeitsbescheinigung beantragen. Erst wenn diese vorliegt, kann mit der Ausschreibung der Baumaßnahmen begonnen werden. Die Aussicht auf Fördermittel, so Bürgermeister Pfundstein, rechtfertige diese leichte Verzögerung.
Planungen sind alltagstauglich
Architekt Benjamin Schmider vom Planungsbüro KTL erläuterte dem Ratsgremium die Entwurfsplanung, die mit den Fachplanern und auch im direkten Kontakt mit dem Kindergartenteam aus Unterharmersbach abgestimmt wurde. An der Sitzung am Montag nahmen auch einige Erzieherinnen und Kindergartenleiterin Franciska Schmitt teil. „Die Planungen sind alltagstauglich“, bedankte sie sich dafür, dass die Anregungen aus dem Team übernommen wurden.
Das neue Kindergartengebäude wird für sechs Gruppen gebaut. Im Erdgeschoss sind zwei Gruppen für Kleinkinder unter drei Jahren untergebracht. Die vier Ü3-Gruppen befinden sich im zweiten Stock.
Für den Neubau wird eine QNG-Zertifizierung beantragt. Dies bedeutet, dass der Kindergarten nachhaltig gebaut wird und die verwendeten Materialien keine Schadstoffe enthalten. Architekt Schmider erklärte, dass die Stadt für das QNG-Siegel einen Zuschuss in Höhe von 300.000 Euro erhält. Allerdings führen die darin geforderten Auflagen zu Mehrkosten in Höhe von 120.000 Euro. Unter anderem müssen die Räume um 30 Zentimeter erhöht werden.
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