Haushaltsjahr 2023 der Gemeinde Nordrach bringt hohen Überschuss. 2025 wird es einen Verlust von rund 800.000 Euro geben. Baumaßnahmen müssen in diesem Jahr verschoben werden.
Zwei Haushaltspläne wie sie unterschiedlicher nicht sein können, standen am Montag auf der Tagesordnung des Nordracher Gemeinderats. Während das Jahr 2023 mit einem Überschuss von rund 2,8 Millionen Euro abgeschlossen hat, muss die Gemeinde im Jahr 2025 mit einem Minus von rund 800.000 Euro rechnen.
Grund dafür sind die hohen Schwankungen bei den Gewerbesteuereinnahmen und die damit verbundenen Finanzausgleichs-Umlagen. „Die Ausschläge nach oben und unten sind für uns wenig beeinflussbar“, kommentierte Bürgermeister Carsten Erhardt die finanzielle Entwicklung.
Gewerbesteuer und Kurtaxe haben zugelegt
Gute Nachrichten konnte die stellvertretende Rechnungsamtsleiterin Silja Windeck dem Ratsgremium überbringen. Sie erläuterte die Jahresrechnung 2023. Die Erträge lagen mit 7,9 Millionen Euro um drei Millionen über den Planansatz.
Die Aufwendungen in Höhe von 5,8 Millionen Euro wurde nahezu planmäßig vollzogen. Auch die außerordentlichen Erträge
fielen mit fast 800.000 Euro deutlich besser aus als geplant. Unterm Strich steht im Jahr 20023 ein positives Gesamtergebnis von 2.841.541 Euro.
„Gegenüber der Haushaltsplanung ergibt sich eine Verbesserung von 3,68 Millionen Euro“, hat die stellv. Rechnungsamtsleiterin nachgerechnet. Verbesserungen gab es auch schon in den Vorjahren. Grundsätzlich kalkuliert man in Nordrach eher vorsichtig.
Bei der Gewerbesteuer hat die Gemeinde mit 700.000 Euro gerechnet. Tatsächlich konnten 2,7 Millionen Euro eingenommen werden. Auch die Kurtaxe ist mit 108.950 Euro deutlich besser ausgefallen.
Bei den Investitionen waren im Jahr 2023 der Kauf des Kindergartens (465.360 Euro), die Sanierung Ortsmitte (601.801 Euro) und die Sanierung der Stollenbergbrücke (205.096 Euro) die größten Posten.
Bereits am Jahresanfang hat die Gemeinde Nordrach einen Kredit in Höhe von 950.000 Euro aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt sei die Entwicklung bei der Gewerbesteuer noch nicht absehbar gewesen, erklärte Bürgermeister Erhardt. Zum Jahresende 2023 belief sich der Schuldenstand auf 2,1 Millionen Euro, was 1076 Euro je Einwohner entspricht. Letztlich konnte die Gemeinde ihre Rücklagen um 2,05 Millionen Euro stärken. Der Gemeinderat stimmte der Jahresrechnung 2023 einstimmig zu.
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