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Oberharmersbach | 27.08.2025

Trotz kurzen Terminintervalls: 156 Blutspendenwillige!

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Acht Liegen standen für Blutspendenwillige in der Reichstalhalle bereit. Foto: Inka Kleinke-Bialy
von Inka Kleinke-Bialy

Sommerzeit ist Ferienzeit – doch der Bedarf an Blutspenden macht im Sommer keine Pause. Auch zwölf Erstspender kamen zur Freude des DRK-Ortsvereins.

Foto: Inka Kleinke-Bialy
Der Mehrfachspender Michael Scheck (von links) hatte seinen Vater Hubert mitgebracht – der erhielt zum Dank ein Badetuch im DRK-Blutspende-Design.
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Er übernahm den Empfang der BlutspenderInnen: Karl-Heinz Heitzmann vom DRK-Ortsverein Unter- und Oberharmersbach, der für die Organisation verantwortlich zeichnete.
Foto: Inka Kleinke-Bialy
Irene Baumgarten vom „Blutinstitut“ und diese routinierte Spenderin kennen sich bestens aus mit der Blutabgabe.
Foto: Inka Kleinke-Bialy
Nach dem Blutspenden ist es wichtig, zu essen und zu trinken. Erwin Moog, der seine inzwischen 163ste Spende absolviert hat, lässt es sich gemeinsam mit Sandro Maier schmecken.

„Heute haben wir nur 125 Anmeldungen“, bedauerte Karl-Heinz Heitzmann vom Ortsverein des Deutschen Roten Kreuz (DRK) noch zu Beginn der Blutspende-Aktion. Diese startete am vergangenen Montag um 14.30 Uhr. Fünf Stunden später waren es dann immerhin 156 Blutspendenwillige, die sich insgesamt bis zum Ende der Veranstaltung in der Reichstalhalle eingefunden hatten.

Männer und Frauen in allen Altersklassen waren in etwa gleich stark vertreten. Wobei neben der Spendenwilligkeit auch das „Dürfen“ eine gewichtige Rolle spielt. Denn bei Männern müssen zwecks Regeneration mindestens 56 Tage zwischen zwei Blutspenden liegen, bei Frauen sind es sogar 60 Tage.

Dies dürfte der Grund dafür sein, dass der DRK-Ortsverein Unter- und Oberharmersbach nicht seinen üblichen Schnitt von rund 200 Spendenwilligen erreicht hat, vermuten Karl-Heinz Heitzmann und seine KollegInnen. Denn erst Anfang August hatte ein – überdies sehr gut besuchter – Blutspendetermin in Zell stattgefunden. „Da ist es ja logisch, dass zu uns jetzt nicht so viele kommen können wie sonst“, meinte Karl-Heinz Heitzmann und freute sich dennoch, schließlich zählt jede einzelne Blutspende.

Spenderengpass im Sommer

Das gilt erst recht vor dem Hintergrund, dass viele routinierte Spender in den großen Sommerferien verreisen, die Versorgung mit Blutkonserven jedoch auch in dieser Zeit lückenlos gewährleistet sein muss. 2700 Konserven werden allein in Hessen und Baden-Württemberg täglich benötigt. Überdies ist der gespendete Lebenssaft nur begrenzt haltbar.

Umso wichtiger ist es, auch Erstspender zu gewinnen. Zwölf Stück waren es am vergangenen Montag, eine gute Zahl! Unter diesen befand sich Hubert Scheck, der schon öfter hatte mitmachen wollen, nie aber hatte es so richtig gepasst, jetzt hat ihn sein Sohn Michael ins Schlepptau genommen. Dieser sagt: „Ich mache das jetzt zum achten Mal. Einfach weil ich davon überzeugt bin und es gut finde“, sein Vater nickt dazu. Und freut sich als „mitgebrachter Erstspender“ obendrein über ein großes Dankeschön-Badehandtuch, in knallig-rotem DRK-Design.

Eine Spenderin, die anonym bleiben möchte, hat hingegen einen triftigen persönlichen Grund: „Mir ist es wichtig, dass ich spende, weil mein Bruder schwer krank ist, er hat Leukämie“, erklärt die 69-Jährige, „und auch meine Nichte ist schwer krank, die hat jetzt gerade die 14. OP hinter sich. Deshalb ist es mir wichtig, für andere Menschen etwas zu geben.“

Reibungslos und flugs

Die bestens eingespielte Organisation in der Halle verlief flugs und reibungslos. Karl-Heinz Heitzmann nahm die Blutspendenwilligen in Empfang, druckte die Identifizierungsetiketten und händigte sie inklusive Fragebogen aus. Die 30 Fragen zum allgemeinen Gesundheitszustand konnte man an Tischen ausfüllen, auf denen kleine Stellwände in leuchtendem Rot für Privatspäre sorgten.

Zwei folgende Tische stellten das Labor dar, hier wurden Körpertemperatur und dank eines kurzen Pieks` in den Finger der Hämoglobin- und damit Sauerstoffgehalt des Blutes gemessen. Weiter ging es zu zwei hinter Stellwänden wartenden Ärzten. Diese begutachteten den Fragebogen und hakten im Bedarfsfall genauer nach, um nach einem genau festgelegten Regelwerk samt sorgfältig dokumentierter Ergebnisse die Eignung zur Blutspende festzustellen.
Hatte der Arzt sein Okay gegeben, konnte man es sich auch schon auf einer der acht Liegen bequem machen. Zur Ader gelassen wurden die SpenderInnen von geschultem Personal, das mit seiner Ausrüstung und den weiteren KollegInnen aus dem Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie in Baden-Baden angereist war. Mit 241 MitarbeiterInnen stellt dieses Institut die Versorgung von über 35 Krankenhäusern in Baden-Württemberg mit Blutprodukten sicher.

Liebevoll gerichtetes Buffet

„Fünf bis zehn Minuten dauert es, dann ist der Halbliterbeutel gefüllt“, erklärte Institutsmitarbeiterin Irene Baumgarten, während sie sich ebenso routiniert wie freundlich der vor ihr liegenden Spenderin zuwendet. Der schließlich gefüllte Beutel wird sorgfältig abgeschweißt. In einem großen Klimaschrank werden die Blutkonserven bei 19 bis 24 Grad Celsius aufbewahrt, gleiches gilt für die ebenfalls gefüllten Zehn-Milliliter-Röhrchen, die der späteren Blutuntersuchung im Institut dienen.

Biberach, 5. September

Wer die Spende abgeschlossen hat, ist am weißen Druckverband am Arm zu erkennen. Bereitschaftsdienstler des Ortsverbandes führen die Person in den Ruhebereich. Hier sollte man sich zehn Minuten ausruhen, um sich anschließend am reichhaltigen, vom Ortsverein gerichteten Buffet zu laben, die Reserven mit Speis´ und Trank wieder aufzufüllen.
Der nächste Blutspendetermin findet in Biberach statt, am 05. September in der Sport- und Festhalle, Brucher Straße 14, 14.30 bis 19.30 Uhr.

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Schlagworte:
Blutspende, DRK – Ortsverein Unter- und Oberharmersbach

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