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Biberach | 17.05.2024

Im Herzen war ich immer Sänger

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Bürgermeister Jonas Breig überbrachte am gestrigen Donnerstag Wolfgang Taxacher die besten Wünsche zu seinem 80. Geburtstag. Foto: Hanspeter Schwendemann
von Hanspeter Schwendemann

Gestern konnte Wolfgang Taxacher seinen 80. Geburtstag feiern. Als gebürtiger Rheinländer, in dem eine russische Seele schlägt, hat er im Schwarzwald seine große Liebe und seine zweite Heimat gefunden.

Wo Wolfgang Taxacher ist, da ist Gesang und Lebensfreude. Mit seiner Stimme hat er schon vielen Menschen eine Freude bereitet. Heute gehört er dem neu formierten „Chor für alle“ an und auch beim Biberacher Seniorennachmittag hat der älteste Teilnehmer spontan mit einem Ständchen beglückt. Der Gesang zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben von Wolfgang Taxacher, der am gestrigen Donnerstag seinen 80. Geburtstag feiern konnte.

Getreu seinem Motto „Et kütt wie et kütt“ blickt der Jubilar auf sein bewegtes Leben zurück. Als gebürtiger Rheinländer, in dem eine russische Seele schlägt, hat er im Schwarzwald seine große Liebe und seine zweite Heimat gefunden. Bürgermeister Jonas Breig ließ es sich gestern nicht nehmen, dem bekannten Jubilar persönlich die Glückwünsche der Bürgerschaft zum 80. Geburtstag zu überbringen.

Mit 13 Jahren in die Lehre gekommen

Geboren am 14. Mai 1944 wuchs Wolfgang Taxacher in Stommeln auf. Dorthin musste er mit seiner Mutter umziehen, denn die Stadt Köln war zerbombt und lag in Trümmern. Als er 15 Jahre alt war, ist sein Vater gestorben. Schon im Alter von 13 Jahren hat er eine Lehre als Brauer und Mälzer absolviert.

„Im Herzen war ich immer Sänger“, blickt Wolfgang Taxacher zurück. Schon früh hat er seine kräftige Bass-Bariton-Stimme entdeckt und trat als 15-jähriger einem Männerchor bei. „Ich kann zwar nicht russisch sprechen, aber die Zuhörer waren von meinem russischen Gesang begeistert“, stellt Wolfgang Taxacher fest. Mit dem Künstlernamen Boris Rubaschkin startet er seine Sängerkarriere, gewann eine Talentprobe in Köln und nahm auch mehrere Schallplatten auf.

Anfang der 1960er Jahre hat es Wolfgang Taxacher an die Riviera gezogen, wo er eine junge Italienerin kennen und lieben gelernt hat. In der Mailänder Scala hat er Unterricht in Gesangstechnik genommen und abends im Duett mit seiner damaligen Freundin auf der Treppe vor der Scala gesungen. Daraus wurden dann gleich mehrere Anstellungen in der Stadt, so dass er mit den Einnahmen seinen Lebensunterhalt bestreiten konnte. Zu einer italienischen Hochzeit ist es aber nie gekommen. Die Brüder haben wohl zu gut auf ihre Schwester aufgepasst.

Reitstall und Kneipenwirt

Der Zufall wollte es, dass Wolfgang Taxacher, nachdem er nicht mehr in einer Brauerei arbeiten konnte, die Leitung eines Reitstalls übernahm. Vier Jahre lang führte er nicht nur den Stall sondern organisierte auch große Reiterbälle mit Künstlern, die er vom Kölner Karneval kannte.
In Holzlar bei Bonn eröffnete Wolfgang Taxacher seine erste Kneipe. Es gab keine Speisekarte und keine Preise. Die Gäste ließen sich von ihm bewirten und wer einen fairen Preis bezahlte, für den war auch beim nächsten Besuch wieder ein Platz frei.

Freundschaften fürs Leben geschlossen

Als zu Weihnachten 1973 ein russischer Chor mit 120 Kindern nach Deutschland kam, schaffte es Wolfgang Taxacher, für alle Kinder in dem 800-Seelen-Dorf ein Quartier zu finden. Am Ende verabschiedeten die Gastgeber die russischen Kinder mit 120 Großgeschenken. Drei Mal kam der Chor nach Holzlar und es entstanden Freundschaften fürs Leben.
Umso mehr bedauert es Wolfgang Taxacher heute, dass durch „Mörder Putin“ auch die großartige russische Kultur schwer in Mitleidenschaft gezogen wird. Der Jubilar wünscht sich für Russland eine Demokratie, damit die Menschen offen ihre Ablehnung gegenüber dem Diktator zum Ausdruck bringen können.

Veteranentreffen in Biberach

Eine andere Leidenschaft von Wolfgang Taxacher war – und ist – das Motorradfahren. Als Wirt in Holzlar organisierte er Veteranentreffen und nahm selbst an Ausfahrten teil. An Pfingsten 1977 war das Ziel Biberach-Baden.
Hier kreuzten sich erstmals die Wege von Wolfgang Taxacher und Monika Heizmann. 19 Jahre später, im Jahr 1996, wurde aus ihrer Bekanntschaft eine Lebenspartnerschaft. Wolfgang Taxacher war drei Mal verheiratet und brachte fünf Kinder mit in die neue Familie. Monika Heizmann hat aus erster Ehe zwei Kinder. Heute gehören auch sechs Enkelkinder zur Familie.

Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.

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