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Zell-Unterharmersbach | 13.09.2023

Der FVU zieht nach den Kilwitagen Bilanz

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Festwirt Michael Hirt (Mitte) vom FVU stieß mit den Vertretern vom Brauwerk Baden auf das Gelingen der Kilwi an. Foto: Hans-Peter Wagner
von Hans-Peter Wagner

Nur Licht und fast keine Schatten. Es war eine Kilwi wie aus dem Bilderbuch.

Foto: Hans-Peter Wagner
Zum traditionellen Bieranstich waren die Unterharmersbacher Blasmusiker unter der Leitung von Patrick Friedmann (links) fast vollzählig versammelt.
Foto: Hans-Peter Wagner
Am Samstagabend wurde eine rauschende Kilwi-Nacht gefeiert. Die „Wilden Engel“ sorgten für überschäumende Partylaune.
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Auch der FVU präsentierte sich in Feierlaune.
Foto: Hans-Peter Wagner
Junggesellinnenabschied im Kilwizelt: Die Mädels aus Oberschopfheim wissen, wie man feiert.
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Am Sonntagnachmittag bot Christian Müller mit seiner Band Polka Satt dem Publikum ein reichhaltiges Repertoire der Blasmusikkunst dar.
Foto: Hans-Peter Wagner
Die Musikkapelle Unterharmersbach unter der Leitung von Dirigent Stefan Polap begeisterte die Kilwi-Besucher mit einem fast drei stündigen Konzert.

Diese Kilwi 2023 werden die Hambacher und die vielen Gäste, Freunde und Besucher nicht vergessen. Die Bilanz von Festwirt Michael Hirt: „Der Hombe feierte eine mega Kilwi 2.0. Diese Kilwi war die bisher von den Besucherzahlen und dem erzielten Umsatz her wirklich nicht mehr zu übertreffen. Wir sind glücklich, stolz und rundum zufrieden. Es passte einfach alles. Angefangen vom Wetter, einem enthusiastischen Publikum an allen Tagen, bis hin zu der Riesenschar superfleißiger Helfer, die dafür sorgten, dass keiner Hunger oder Durst leiden musste.“

Mit flotter Marschmusik ins Festzelt einmarschiert

Zum traditionellen Bieranstich waren die Unterharmersbacher Blasmusiker unter der Leitung von Patrick Friedmann fast vollzählig versammelt. Als sie mit flotter Marschmusik durch das Zelt einmarschierten, wurden sie vom Publikum mit langem Beifall begrüßt. Vorne an der Bühne begrüßte Michael Hirt als Festwirt und Vertreter des FVU zusammen mit dem 2. Vorsitzenden Florian Jilg die vielen Gäste und sprach an alle Helfer seinen großen Dank aus. Als der Name Norbert Laifer stellvertretend für das große Engagement aller Helfer genannt wurde, brach tosender Beifall aus!

Begrüßt wurden auch die Vertreter des Brauwerkes Offenburg Carl Herrmann Graf und Braumeister Schmitt. Mister Unterharmersbach und Ehrenbürger der Stadt Zell und Ehrenvorsitzender des FVU wurde besonders herzlich begrüßt. Er hatte bei seinem letzten Fass anstich 2019 mit nur zwei Schlägen die Messlatte ziemlich hoch gehängt. Für den stellvertretenden Ortsvorsteher Jürgen Isenmann war dies an diesem Abend eine leichte Übung. Auch er brauchte nur zwei Schläge, bis er den Spunden rausgeschlagen und den Bierhahn zum Laufen brachte.

Jetzt konnte das Fest mit den Wilden Engeln beginnen. Einer muss noch extra genannt werden, Getränke-Boss Benedikt Schwendenmann. Er hat an diesem Abend als Mitglied des Kilwi-Team seinen ersten Fassanstich perfekt organisiert.

Michael Hirt dirigierte den „böhmischen Traum“

Im Kilwi-Konzept darf Altbewährtes nicht fehlen. Mit dem Musikverein Unterharmersbach unter der Leitung von Stefan Polap und dem Top-Musiker Christian Müller gab es Blasmusik vom Feinsten. Ein besonderer Höhepunkt des fast dreistündigen Konzertes war eine Zugabe, die es in sich hatte.

Die Unterharmersbacher Musiker erfüllten Festwirt Michael Hirt einen seiner größten Wünsche, als sie ihn baten, als Höhepunkt den „böhmischen Traum“ zu dirigieren. Dies gelang mit gefühlvollem Dirigat und Temperament Michael Hirt hervorragend. Selbst Stefan Polap sprach dem Jungdirigenten seine Glückwünsche aus.

Ein Sonderlob gilt dem Helferteam bei der Essensausgabe, den Getränken im Nachschub und nicht zuletzt den vereins eigenen Bedienungen in gelben T-Shirts und Läufern. Sie leisteten eine Performance, die man so noch nie erlebt hat. Trotz hoher Temperaturen um die 40 Grad lief alles wie am Schnürchen. Noch etwas: Nach dem Motto „früh übt sich“ war auch die FVU-Jugend voll im Einsatz. Sie räumte die Tische im Minutentakt ab.

Eine gute Idee kam bestens an. IT Spezialist Felix Golla installierte im Festzelt ein neues Bedienungs- und Kassensystem. Der Gast bestellt, und schon bekommt er das Gewünschte und bezahlt. Da wurden die Kilwigäste das ein und andere Mal überrascht. So ein Besucher aus Schwaben: „Verrückt. Eben bestellt und schon bin ich am Bezahlen. Und ich kann es immer noch nicht glauben. Als ich aufschaute, stand schon das Bier neben mir.“

Die Technik ersetzt nicht die Essenqualität, aber die kann sich mehr als sehen lassen. Das vielfältige Essensangebot fand großen Zuspruch und es gab viel Lob für das Essenteam um Melanie und Florian Jilg mit Klaus Jilg hinter den Kulissen. Nichts ist perfekt. In der Stoßzeit am Mittag kam es zu einzelnen Wartezeichen. Diese hielten sich jedoch durch das reichhaltige Angebot auch mit neuen vegetarischen Speisen in Grenzen.

Kindergarten organisierte eine Kinderolympiade

Gerade auf der Kilwi sind leuchtende Kinderaugen das größte Geschenk für alle Verantwortlichen. Nur so kann die Tradition weiter geführt werden. Daher freut sich der Verein, dass der Kindergarten Unterharmersbach federführend durch Barbara Schmidt und ihrem Team wieder eine tolle Kinderolympiade auf die Beine stellte.

Die Eltern und die zahlreichen Großeltern konnten sich derweil am tollen Kuchenbuffett unter der Leitung von Ingrid Stadelmann sich die Zeit versüßen.

Die Treue zum FVU wurde auch durch sage und schreibe 30 Platzservierungen der unterschiedlichsten Gewerke zum Ausdruck gebracht. In fröhlicher Runde saßen die Handwerker im Zelt mit der Band „Felix der Glückliche & CO“ und es gab regelrechte Betriebsfeste beim traditionellen Handwerksvesper.

Ausblick und ein herzliches Dankeschön!

Im 14-köpfigen Kilwi-Team sah man nach der einjährigen Vorbereitungszeit und dem durchweg guten Feedback nur zufriedene Gesichter. Jeder hat in seinem Bereich sein Bestes gegeben und neue Impulse gesetzt. Der FVU ist rundum zufrieden. „Die bislang Umsatz- und Besucherstärkste Kilwi gibt den Kilwi-Verantwortlichen Auftrieb für die kommenden Jahre,“ so Michael Hirt.

Das Ehrenamt und das Fortführen von Tradition zeigt sich auch am „Kilwi-Nachwuchs“ Viele waren an allen Tagen dabei. Axel Zürcher wurde als neuer Staplerfahrer und „Mädchen für alles“ bestens integriert und spontan hat er sich als Neumitglied beim FVU eintragen lassen.
Ebenfalls ein besonderer Dank geht an die verständnisvolle Talbevölkerung und die umliegenden Nachbarn. Sie haben mit viel Verständnis für die Wichtigkeit der Tradition einen höheren Geräuschpegel in Kauf genommen.

Mit der Ortsverwaltung Unterharmersbach mit Ludwig Schütze an der Spitze wurde eine enge Zusammenarbeit gepflegt. Auch am Sonntag war der Ortsvorsteher als Helfer tatkräftig im Einsatz.

Wie geht es weiter? Das diesjährige hohe Niveau wird auf jeden Fall beibehalten. Aber wer die leidenschaftlichen Hambacher Kilwi-Fans kennt, der weiß, dass auch im Jahr 2024 wieder einiges Neues zu erwarten ist.

 

 

 

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Schlagworte:
FVU - Fußballverein Unterharmersbach, Hombacher Kilwi

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