Thorsten Riehle erzielt in der 93. Minute den 3:2-Endstand.
FVU I – SV Dinglingen I 3:2 (2:1)
Siegtreffer, Abpfiff, Jubel: In der 93. Minute glich das Eckwaldstadion am Sonntag einem Tollhaus. Thorsten Riehle hatte nach einem schönen schnellen Angriff das 3:2 erzielt und dem FVU im Heimspiel gegen Dinglingen damit drei wichtige Punkte gesichert. Der nicht unverdiente Erfolg gegen den starken Gegner wurde von den begeisterten FVU-Fans frenetisch gefeiert.
Die Zuschauer im Eckwaldstadion sahen von Beginn an eine attraktive Partie mit dem besseren Start für Dinglingen. Nach einem Eckball der Gäste agierte die FVU-Hintermannschaft viel zu passiv, schlussendlich war es Thomas Klein, der mühelos zur 1:0-Führung für Dinglingen einschießen konnte (8.). Alles schien damit seinen Lauf zu nehmen. Doch der von Cheftrainer Stephan Schmid bestens eingestellte FVU ließ die Köpfe nicht hängen und schlug zurück: Einen Kopfball des ständigen Unruheherds Stefan Schwarz konnte Dinglingens Keeper Stanislav Samson noch über die Latte lenken, bei der anschließenden Ecke war Abwehrmann Tobias „Matip“ Munz gedankenschnell zur Stelle und staubte zum 1:1-Ausgleich ab (18.). Nach einem weiteren Eckball erzielte Innenverteidiger Moritz Oestreich per Kopf einen Treffer, doch der Schiedsrichter entschied auf Aufstützen und pfiff das Tor ab (25.). Die Gäste präsentierten sich zwar feldüberlegen, doch der FVU setzte Dinglingen mit geschickten Balleroberungen im Mittelfeld durch den immer stärker werdenden FVU-Youngster Marvin Fix, Enrico Tschiggfrei, Jens Alender und Stefan Schwarz unter Druck. Auf diese Weise war der FVU nach einem schnellen Angriff auch nur durch ein Handspiel zu stoppen. Der auf der 10 sehr präsente Enrico Tschiggfrei donnerte den fälligen Elfmeter souverän zur 2:1-Führung ins Netz (34.). Damit war das Spiel gedreht. Der sehr spielfreudige Schwarz scheiterte danach noch knapp mit einem seiner gefürchteten Heber (45.).
In der zweiten Halbzeit drängten die Gäste erwartungsgemäß auf den Ausgleich. Doch die starke FVU-Hintermannschaft mit den Innenverteidigern Oestreich und Munz ließ nur wenig zu, außen hielten die ebenfalls sehr aufmerksam spielenden Felix Leisinger und Michi Gieringer die gefährlichen Dinglinger Außenstürmer in Schach. Und was durchkam, war sichere Beute von FVU-Torwartlegende Dirk Haase, der bei einem Hammer von Wladislaw Duschkin und bei einem gefährlichen Freistoß aus 17 Metern seine Klasse zeigte (53./55.). Nach schöner Flanke von Tschiggfrei hatte Munz die Vorentscheidung auf dem Kopf, doch er zielte daneben (75.). Das rächte sich: Nach einem Bilderbuchkopfball erzielte Roman Bulgakov in absoluter Torjägermanier unhaltbar den 2:2-Ausgleich (80.). Doch der FVU hatte auch hierauf eine Antwort: Der eingewechselte Falikou Diomande wedelte bei einem Konter durch Dinglingens Hintermannschaft und spielte einen perfekten Gassenball auf den unermüdlichen und zweikampfstarken Thorsten Riehle, der die Nerven behielt und überlegt zum 3:2-Siegtreffer einschoss (93.). Der Rest war nur noch Jubel.
Fazit: Ein sehr kompakt, zweikampfstark und mit Überzeugung auftretender FVU holte sich letztlich verdient den Heimsieg. Entscheidend dafür waren der Zusammenhalt auf dem Platz und die starke Bank, die wichtige Impulse brachte.
FVU II – SV Dinglingen IIn0:10 (0:4)
Einen Horrortag erlebte die FVU-Reserve. Sie ging gegen Dinglingen zweistellig mit 0:10 baden. Die Gäste waren hungrig und spielerisch wie konditionell überlegen. Vor allem in der zweiten Halbzeit hatte der FVU läuferisch nichts mehr dagegenzuhalten. Dabei sind das eigentlich die Stärken des FVU. Nur mit einer höheren Trainingsbeteiligung kann man solchen Schlappen entgegenwirken.



