Einwohnerversammlung in der Ritter-von-Buß-Halle

Informationen aus erster Hand erhalten die Teilnehmer der Einwohnerversammlung am Freitagabend in der Ritter-von-Buß-Halle. Gleichzeitig sind alle Bürger dazu aufgerufen, sich an der weiteren Umsetzung von »Zell 2030« zu beteiligen. Dabei soll auch die Frage geklärt werden, ob Zell a. H. ein Verkehrskonzept braucht. Beginn der Versammlung ist um 18 Uhr. Sie soll bis etwa 21 Uhr dauern.

Professor Dr. Peter Dehne präsentiert Zells Zukunftsgeschichte und Bürgermeister Günter Pfundstein stellt erste Überlegungen zu einem integrierten Verkehrskonzept vor. Auf dem Marktplatz der Ideen geben die Arbeitsgruppen einen Überblick über die Themen Wirtschaft, Tourismus und Kultur, Innenstadt und Handel, Wohnen und Lebensqualität, Vereine und Jugend, Verkehrskonzept und familienfreundliches Zell. Die Bürger selbst sind dazu aufgerufen, am Freitag die Ergebnisse zu bewerten und Prioritäten zu setzen. Damit soll der Startschuss für die praktische Umsetzung von »Zell 2030« fallen. Der Jugendge­meinderat stellt Jugendprojekte vor und wirbt für die bevorstehende Jugendgemeinderatswahl.

Nicht reden, sondern tun

»Es wäre schön, wenn wieder wie im Jahr 2016 viele Bürger an der Einwohnerversammlung teilnehmen«, lädt Bürgermeister Günter Pfundstein zur Einwohnerversammlung ein. Alle seien aufgerufen, gemeinsam die Zukunft der Stadt Zell zu gestalten. Die Devise lautet: »Nicht reden, sondern tun.« Denn Stillstand bedeute bekanntlich Rückschritt und dies, so schreibt Bürgermeister Pfundstein in seiner Einladung, könne angesichts der großen Herausforderungen, vor denen die Stadt Zell steht, niemand ernsthaft wollen.

Zunächst wird Professor

Dr. Dehne von der Hochschule Neubrandenburg von neutraler Warte aus die Ergebnisse des Forschungsprojekts »Kleinstadtpioniere Zell 2030« vorstellen. Er wird darstellen, was passiert ist und die Zeller Zukunftsgeschichte präsentieren.

In den Arbeitsgruppen von »Zell 2030« wurden sowohl die großen Entwicklungsthemen angesprochen als auch kleine und schnell zu realisierende Projekte definiert, die am Freitagabend vorgestellt werden. Dies sind unter an­derem das Kulturdenkmal Wäschkuchi, Mitfahrbänkle, Patenschaft für Grünanlagen, Tourismus-Wochenendpakete, Zeller Putzerle, Aufenthalts­plätze attraktiver gestalten, Eingangsportal historischer Bahnhof sowie Belebung der Gastronomie.

Nicht zuletzt stellen Mitglieder des Jugendgemeinderats am Stand »Vereine und Jugend« vor, welche Fortschritte der Umbau des ehemaligen Gasthauses Linde zum neuen Zeller Jugendtreff macht. Außerdem werben die Jugendlichen für Kandidaten für die Jugendgemeinderatswahl. Es geht am Freitagabend also auch um die Zukunft der Jugend in der Stadt.

Grundsatzfrage zur Verkehrsentwicklung

Bürgermeister Günter Pfundstein wird in seinem Redebeitrag die ersten Überlegungen zu einem integrierten Verkehrskonzept vorstellen. Dabei gehe es auch um die Grundsatzfrage »Wollen wir ein Verkehrskonzept oder wollen wir keines?« Ein reger Gedankenaustausch ist zum Thema Verkehr ausdrücklich erwünscht. Auch Verkehrsplaner Kappes ist am Freitagabend am Infostand vor Ort und wird auf die Fragen von interessierten Bürgern eingehen.

Wie vor zwei Jahren haben die Bürger die Möglichkeit, an den einzelnen Ständen zu den unterschiedlichsten Zukunftsthemen der Stadt Zell Stellung zu nehmen und ihre Wünsche und Visionen zu äußern. »Es gibt wie immer keine Denkverbote« lautet das Motto der Einwohnerversammlung.