Seit nahezu einem Vierteljahrhundert unterstützt der Lions-Club Kinzigtal den „Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Freiburg“. Dieses Jahr überreichte die Vorstandschaft 35.000 Euro für den laufenden Betrieb des neu errichteten Elternhauses.
„Sie sind für unseren Verein der größte dauerhafte Spender“, lobte Karl Bähr, als Mitglied im sechsköpfigen Vorstandsteam des Fördervereins zuständig für die Finanzen, die nachhaltige Unterstützung aus dem Kinzigtal. Mit der aktuellen Spende addiere sich der Beitrag des Lions Club Kinzigtal allein für den Freiburger Verein auf insgesamt 375.000 Euro.
Aktion Z bringt Spenden
Möglich wurde diese Größenordnung vor allem durch die „Aktion Z“, die Lions-Mitglied Zahnarzt Thomas Gorzolla vor über 30 Jahren ins Leben gerufen hat. Etliche Kollegen unterstützten ihn mit Zahngold aus ihren Praxen. So sammelten sie alljährlich stattliche Spenden für verschiedene Einrichtungen.
„Auch in diesem Bereich hat sich einiges verändert“, blickte Thomas Gorzolla zurück. Die Bereitschaft, Zahngold abzugeben, sei geringer geworden. Nur der höhere Goldpreis ermögliche aktuell einen Ausgleich für rückläufige Goldabgaben.
Hohe Kosten für Elternhaus
„Wir finanzieren die laufenden Kosten für unser Elternhaus ausschließlich über Spenden“, rechnete Vorstandsmitglied Karl Bähr vor und freute sich mit Lions-Präsident Daniel Armbruster, der ihm den Scheck überreichte. Seit November 2024 sei das neue Elternhaus im Vollbetrieb. Mit 28.000 Übernachtungen im Jahr sei man ständig ausgebucht. Für die Unterhaltung dieser Einrichtung müsse der Förderverein monatlich rund 140.000 Euro aufwenden.
Hilfe für Familien
„Mit unserer Einrichtung tun wir Gutes für Eltern und Kinder“, brachte es die langjährige Leiterin der Freiburger Kinderkrebsklinik, Professorin Dr. Charlotte Niemeyer, auf den Punkt. Die ganzheitliche Versorgung betroffener Familien mit schwerstkranken Kindern sei einzigartig. Immer mehr Patienten, auch chronisch Kranke, kämen hinzu. Zudem umfasse die Arbeit des Fördervereins einen Sozialfonds für Familien in Not, die Begleitung verwaister Eltern und die Betreuung von Geschwistern.
Engagement auch in Forschung
Professorin Niemeyer hat in ihrem Fachbereich einen weltweit anerkannten Ruf. „Wir erhalten mitunter Hilferufe nicht nur aus der Umgebung“, berichtet sie von einem Fall weit hinter dem Ural. Als „spiritus rector“ der Verbindung von Kinderkrebsklinik, Forschung und Elternhaus bringt sie sich auch nach ihrer Emeritierung weiter im Vorstand ein. Der Verein fördert zudem Forschung und unterstützt die Anschaffung medizinischer Geräte.
Als „Activity-Beauftragter“ des Lions Club Kinzigtal hat Dr. Wolfgang Stunder mit seiner Frau Brigitte Vertreter des Fördervereins und des Lions Club zu einem kleinen Imbiss eingeladen.





