Mit neuem Domizil in den Schweizer Alpen und großen Projekten vor Ort geht der DAV Offenburg in die nächsten Jahre. Über 600 ehrenamtliche Stunden flossen bereits in den Bau des Bouldergartens.
Zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung hatte der Deutsche Alpenverein Offenburg am vergangenen Donnerstag ins vereinseigene Kletterzentrum geladen. Vereinsvorstand Andreas Schmid blickte zunächst auf die Meilensteine des vergangenen Jahres zurück. Mit Sicherheit einer der wichtigsten: die Pacht des neuen Domizils des DAV Offenburg in den Schweizer Alpen. „In wenigen Tagen jährt sich unsere Eröffnungsfeier mit Schlüsselübergabe“, erinnerte Schmid. Via 360-Grad-Video zeigte er den Anwesenden, welches Panorama rund um das Gästehaus Rämsenberg (Kanton Uri) wartet, und lobte die vielfältigen Bergsportmöglichkeiten sowie die gute Erreichbarkeit. „Ich selbst war bereits mehrfach dort. Wir sind sehr zufrieden mit den bisherigen Buchungen, freuen uns aber, wenn noch mehr Mitglieder diese wunderbare Möglichkeit nutzen.“
Starke Leistungen im Nachwuchsbereich
Ebenfalls sehr zufrieden zeigte sich Malte Bokelmann, zweiter Vorstand und sportlicher Leiter des Kletterzentrums. Neben vielen starken Einzelleistungen des Kletter- und Bouldernachwuchses hob er vor allem die Gesamtleistung der Kinder und Jugendlichen im Wettkampfgeschehen hervor. „Von insgesamt 17 Sektionen haben wir im Team-Ranking in Baden-Württemberg den 4. Platz erreicht.“
Abschied von der Ortsgruppe Bühl
Eine traurige Nachricht brachte Dagmar Rumpf mit. Sie und ihr Ehemann Thomas leiteten insgesamt 20 Jahre lang die Ortsgruppe Bühl, die seit 1965 innerhalb der Sektion Offenburg bestand. „Aufgrund der räumlichen Nähe zu Baden-Baden ist unsere Gruppe immer kleiner geworden“, erklärte Dagmar Rumpf die Entscheidung, die Ortsgruppe aufzulösen. Andreas Schmid dankte Dagmar und Thomas für ihren langjährigen Einsatz: „Der DAV verändert sich. Die Ortsgruppe geht, aber ihr bleibt uns erhalten – und das ist das Wichtigste.“
Vorstand und Beirat gewählt
Neben seinem Engagement für die Ortsgruppe ist Thomas Rumpf aktuell als Tourenwart für den DAV Offenburg aktiv. Er wurde an diesem Abend – wie der gesamte Vorstand – für eine weitere Amtsperiode von vier Jahren gewählt. In den geschäftsführenden Vorstand wurden wiedergewählt: Andreas Schmid (erster Vorstand), Malte Bokelmann (zweiter Vorstand), Alexander Schier (dritter Vorstand), Christian Kälble (Kassenwart), Katrin Schumacher (Schriftführerin) und Bastian Junker (Leiter Sektionsjugend).
In den Beirat gewählt wurden: Gernot Ding (Ausbildungswart), Thomas Rumpf (Tourenwart), Joachim Trayer (Naturschutzreferent), Stefan Heuberger (Klimaschutzkoordinator), Anja Moßmann (Öffentlichkeitsarbeit), Bruno Treier (Leitung Seniorengruppe), Peter Käthner (Leitung Sportgruppe), Nele Boschert (stellvertretende Leitung Sektionsjugend), Marcus Langmann (Leitung Kinder- und Familiengruppe) sowie Bernd Haller (Leitung Ortsgruppe Nordrach). Neu gewählt als Vertreterin des Bereichs Inklusion wurde Evelyn Gütle, die das Amt von Lena Liebenwein übernimmt.
Großes ehrenamtliches Engagement
Ob im Vorstand oder in den Reihen der Mitglieder: „Was in unserer Sektion im Ehrenamt geleistet wird, ist kaum zu übertreffen“, betonte Andreas Schmid am Ende des Abends. Für den Bau des Bouldergartens seien bislang über 600 ehrenamtliche Arbeitsstunden zusammengekommen. Über 180 Helfer engagieren sich inzwischen in einer eigens für Arbeitseinsätze eingerichteten WhatsApp-Gruppe. „Ob Gelände einebnen oder Betonfundamente gießen – immer wieder finden sich genug Freiwillige, die unsere Projekte unterstützen und voranbringen.“
Nach 15 Jahren stehen im Kletterzentrum nun auch einige Renovierungsprojekte an, etwa die Sanierung der Außenwand sowie der Anfängerwand im Innenbereich. Schmid zeigte sich zuversichtlich: „Mit diesem Engagement im Rücken? Kein Problem!“





