Einen Tag lang den Arbeitsplatz tauschen und die Sicht des anderen einnehmen: Das war auch in diesem Jahr die Idee hinter dem bundesweiten Aktionstag „Schichtwechsel“, an dem sich erneut mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe im Kinzig- und Elztal beteiligten.
Ziel der Aktion ist es, Berührungsängste abzubauen und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Menschen mit Behinderung arbeiten dabei in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarkts mit, während Beschäftigte aus Unternehmen Einblicke in den Werkstattalltag gewinnen.
Peter Unger, sonst im Sieb- und Tampondruck der Haslacher Werkstatt tätig, tauschte seinen Arbeitsplatz mit Azubi Sunny vom hagebaumarkt Steinach. Für ihn war es ein Wiedersehen – schon im Vorjahr hatte er dort am Schichtwechsel teilgenommen. Marktleiterin Sabine Kürz freute sich über das erneute Treffen: „Es ist eine tolle Aktion. Für uns war sofort klar, dass wir wieder mitmachen.“ Peter unterstützte unter anderem in der Pflanzenabteilung, während Sunny in der Haslacher Werkstatt neue Erfahrungen sammelte.
Auch in der Lebenshilfe Werkstatt Steinach fand ein Arbeitsplatztausch statt: Markus Beck arbeitete für einen Tag bei der Firma Armbruster GmbH (Medizintechnik) und wurde dort von Marek Schmid und Simon Kornmayer durch den Betrieb geführt. Im Gegenzug lernten die Auszubildenden Phil Gärtner und Moritz Lietzau die Arbeit der Lebenshilfe-Werkstatt kennen.
Am Ende des Tages zogen alle Teilnehmenden eine positive Bilanz. „Der Aktionstag Schichtwechsel bietet eine großartige Gelegenheit, Neues kennenzulernen und alte Vorurteile abzubauen“, sagte
Frank Weinmann, pädagogischer Leiter der Lebenshilfe. „Gemeinsam mit unseren Partnerbetrieben sind wir dem Ziel einer inklusiven Arbeitswelt wieder ein Stück nähergekommen.“
Die Lebenshilfe im Kinzig- und Elztal freut sich über weitere Partnerbetriebe, die den Schichtwechsel unterstützen möchten. Ansprechpartner ist Frank Weinmann, Tel. 07832/79723.





