Jonas Bähr und Fabian Zimmermann räumen bei der U23-Weltmeisterschaft in Österreich ab.
Foto: DKBC
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Mit einer beeindruckenden Mannschaftsleistung sicherte sich die deutsche U23-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft im österreichischen Schwaz die Goldmedaille im Mannschaftswettbewerb. Das Team von Bundestrainer Axel Schondelmaier und Co-Trainer Manuel Hopfe setzte sich mit insgesamt 3.818 Kegeln knapp gegen die starke Auswahl aus der Slowakei (3.797) durch. Bronze ging an Ungarn mit 3.757 Kegeln.
Von Beginn an zeigte die deutsche Mannschaft ihre Medaillenambitionen. Fabian Zimmermann präsentierte sich dabei mit 645 Kegeln in hervorragender Verfassung. Auch Jonas Bähr überzeugte auf ganzer Linie. Mit 662 Kegeln lieferte er das zweitbeste deutsche Ergebnis ab. Die Entscheidung blieb bis zum Schluss offen, da die Slowakei permanent Druck ausübte und ihrerseits mehrere Spitzenresultate auf die Bahnen brachte. In der entscheidenden Phase bewies schließlich Raven Michel außergewöhnliche Nervenstärke. Mit hervorragenden 669 Kegeln spielte er Teambestwert und hielt den slowakischen Angriff in Schach und brachte den WM-Titel souverän ins Ziel.
Deutsche U23-Frauen verpassen Medaille knapp
Im Mannschaftswettbewerb der U23-Frauen bei der Weltmeisterschaft in Schwaz mussten sich die deutschen Spielerinnen mit dem fünften Platz zufriedengeben. Mit 3.588 Kegeln fehlten am Ende lediglich zwei Holz auf Rang vier und nur 15 Kegel auf die Bronzemedaille.
Den Weltmeistertitel sicherte sich die Slowakei mit 3.699 Kegeln vor Kroatien, das ebenfalls auf 3.699 Kegel kam und lediglich aufgrund der Wertung auf Platz zwei landete. Bronze ging an Slowenien mit 3.603 Kegeln. Polen belegte mit 3.590 Kegeln Rang vier knapp vor dem deutschen Team.
Sprintwettbewerb: Jonas Bähr kämpft sich bis ins Viertelfinale – Saskia Gubitz holt Silber
Im Sprint gingen mit Jonas Bähr, Fabian Zimmermann und Silvan Meinunger drei deutsche Starter auf Medaillenjagd. Während Bähr mit starken Leistungen bis ins Viertelfinale vorstoßen konnte, mussten Fabian Zimmermann gegen den Esten Kaspar Laks und Silvan Meinunger gegen den Dänen Casper Rasmussen bereits in ihren Auftaktpartien die Segel streichen.
Für Jonas Bähr begann das Turnier mit einem überzeugenden 2:0-Erfolg gegen den Österreicher Niklas Steger mit dem Einzug in die zweite Runde. Dort traf er auf den Slowenen Vid Ponebšek, den er ebenfalls mit 2:0 nach Sätzen besiegen konnte. Im Viertelfinale endete jedoch die Medaillenhoffnung. Gegen den späteren Weltmeister konnte er zum 1:1 ausgleichen, unterlag aber dann äußerst knapp dem Polen Jakub Kurylo im Sudden Victory.
Bei den U23 Mädels schied Clara Paschke bereits im Auftaktmatch gegen die Polin Justyna Buksinska im Sudden Victory bei 16:19 aus. Saskia Gubitz kam souverän mit 2:0 gegen die Slowenin Larisa Bertok weiter. Anschließend ließ sie in der zweiten Runde auch der Kroatin Amela Nicol Imsirovic keine Chance und zog mit einem weiteren 2:0-Erfolg ins Viertelfinale ein. Dort wartete die Rumänin Delia Maria Marin, gegen die Gubitz erneut stark aufspielte und mit 2:0 das Halbfinale erreichte. Dort traf sie auf die hoch gehandelte Paula Polanscak welche furios begann, doch Gubitz konnte der Kroatin den zweiten Satz abnehmen und gewann anschließend das Sudden Victory mit 22:17 und zog ins Finale ein. Im Endspiel traf die Deutsche mit Anja Vickovic erneut auf eine Kroatin. Nach einem ausgeglichenen Duell musste sich Gubitz mit 17:21 im Sudden Victory geschlagen geben, durfte sich dann aber über WM Silber freuen.
Keine Deutsche Medaille im Tandem Mixed
Im Tandem Mixed flog das deutsche Duo Josefa Hornig/Raven Michel im Sudden Victory mit 23:24 denkbar knapp gegen die späteren Bronzegewinner Tanja Proll/Rafael Waldhauser aus Österreich raus. Diese warfen auch das zweite deutsche Duo aus dem Wettbwerb. Die Goldmedaille ging an das slowenische Duo Brina Janjic/Vid Ponebsek.
Drei deutsche Medaillen in den Tandem-Wettbewerben
Bei den Männer musste das deutsche Duo Alex Karl/Justin Moshacke in der ersten Runde das slowenische Paar Gasper Mlakar/Luka Zafran mit 2:0 in Sätzen gewähren lassen. Tim Radina/Raven Michel gewannen die erste Runde gegen die Kroaten Franko Perkovic/Niko Kalvi, die zweite Runde gegen die Serben Ivan Milosavljevic/Veljko Barac und auch das Viertelfinale gegen die Slovaken Damian Knapp/Martin Bizub jeweils glatt mit 2:0 in den Sätzen. Das Unterharmersbacher Duo Fabian Zimmermann/Jonas Bähr ging gegen die Rumänen Lucas Caleb Aldea/Flavius Andrei Marian und in Runde zwei gegen die Italiener Michael Waldner/Noah Steinacher mit 2:0 in die nächste Runde ehe sie im Viertelfinale gegen Gaspar Mlakar/Luka Zafran im spannenden Sudden Victrory mit 26:24 triumphieren konnten. Danach trafen die beiden Duos im Halbfinale aufeinander. Radina/Michel hatten dann klare Vorteile ehe sich Zimmermann/Bähr noch den zweiten Satz knapp mit 161:160 sichern konnten und so das Sudden Victory erzwingen konnten. Hier war der Atem bei Radina/Michel dann mit 32:21 länger. Somit holten Zimmermann/Bähr die Bronzemedaille. Das Deutsche Finalpaar unterlag dann am Ende gegen das slowakische Duo Patrik Kovacs/Robert Kluka mit 2:0.
Bei den U23 Frauen unterlag Josephin Liss/Paula Straub in der ersten Runde gegen die Tschechinnen Tereza Krizova/Nikola Sobiskova nach 1:1 in den Sätzen mit 23:25. Das zweite Deutsche Team Saskia Gubitz/Selina Thiem gewann den Sudden Victory mit 29:26 gegen die Österreicherinnen Tanja Proll/Nina Unger. In Runde zwei gewannen sie gegen die Rumäninnen Julia-Emese Szabo/Nora Kader ehe es dann im Viertelfinale gegen Slowenien ging. Da hatten aber Eva Cvetkivic/Kaja Panja überhaupt keine Chance. Denn Gubitz und Thiem spielten mit 326 Kegeln einen neuen Weltrekord in der Tandem Wertung. Doch dann war im Halbfinale gegen die Slowakei Schluss. Die Slowakinnen holten sich dann auch den Weltmeistertitel gegen Andrea Veljanoska/Stefanija Aleksovska aus Nordmazedonien.
Fabian Zimmermann kürt sich zum Einzelweltmeister
Bei den U23 Frauen schafften drei Deutsche über den Teamwettbewerb die Qualifikation zur Einzelwettbewerb. Eine Medaille sprang jedoch nicht raus. Josefa Hornig belegte mit 585 Kegeln Rang 18. Selina Thiem schaffte mit 633 Kegeln und Platz 9 den Sprung in die TopTen. Als beste Deutsche schnitt Saskia Gubitz mit 640 Kegeln und Platz 7 ab.
Bei den U23 Männern erreichten gleich vier Deutsche das Einzel. Raven Michel belegte mit 621 Kegeln Rang 14. Dann gings mit drei schon in die TopTen, Jonas Bähr erreichte mit 645 Kegeln Platz 7 und Tim Radina verpasste mit 660 Kegeln wegen zwei Kegeln das Treppchen und belegte einen tollen Platz 4. Fabian Zimmermann legte mit 681 Kegeln frühzeitig die Messlatte für die Konkurrenz hoch welche dann auch der Bronzegwinner Mateja Tadic aus Serbien mit 662 Kegeln klar nicht erreichen konnte. Im Finallauf spielte sich dann aber der Ungar Milan Varvolgyi in einen Rausch und sah fast schon wie der neue Weltmeister aus, ehe er sich in den letzten sieben Würfen dann zwei mal das Kegelspiel so verschoss, dass er kein drittes Mal mehr in die Vollen kam und die Anzeige dann mit 680 Kegeln einen weniger als bei Fabian Zimmermann anzeigte.
Kombinations-Silber ebenfalls für Zimmermann
In der Kombination wird das Team- und das Einzelergebnis zusammen gezählt. Hier wurde dann der Ungar Milan Varvolgyi mit 1355 Kegeln Weltmeister. Fabian Zimmermann hatte mit 1326 Kegeln den Silberrang inne und mit Daniel Oswald (1313 Kegel) ein weiterer Ungar auf dem Treppchen. Jonas Bähr (1307 Kegel) verpasste die Bronzemedaille um 6 Kegel knapp. Tim Radina (1298 Kegel) auf Platz 5 und Raven Michel (1290 Kegel) auf Platz 8 rundeten die Jungs die erfolgreiche WM ab. Bei den U23 Frauen war Saskia Gubitz (1298 Kegel) mit Platz 5 die beste Deutsche.
Deutschland in der Nationenwertung auf Rang 2
Axel Schondelmaier freute sich als U23 Nationaltrainer der Männer mit dem Trainerteam Manuel Hopfe (Co-Trainer U23 männlich), Birgit Islinger (Nationaltrainerin U23 weiblich) und Peggy Riedel (Co-Nationaltrainerin U23 weiblich) über das gute Abschneiden der Deutschen U23 Keglerinnen und Kegler. Mit 3 mal Gold, 1 mal Silber und 1 mal Bronze gewann die Slowakei die Nationenwertung vor Deutschland (2 Gold, 3 Silber, 2 Bronze) und Slowenien (2 Gold, 1 Silber, 4 Bronze).



