Silke Bildstein und Daniela Schmalz vom Mukoviszidose-Verein bereiteten die Kinder der Grundschule Unterharmersbach und des SBBZ auf den Schutzengellauf vor und erklärten die Hintergründe der Benefizaktion.
Der Schutzengellauf hat in Zell eine lange Tradition und unterstützt seit Jahren Kinder und Familien mit Mukoviszidose. Auch diesmal wollen viele Schülerinnen und Schüler teilnehmen und ein Zeichen der Solidarität setzen.
In einer kindgerecht gestalteten Informationsveranstaltung wurde zunächst ein Video über die Krankheit gezeigt. Es erklärte anschaulich den Alltag der Betroffenen und nahm zugleich Ängste, indem betont wurde, dass Mukoviszidose nicht ansteckend ist. Die Kinder verfolgten die Inhalte aufmerksam und zeigten sich sichtlich berührt.
In der anschließenden Fragerunde stellten sie zahlreiche Fragen zum Leben mit der Krankheit – etwa zu Therapien, Medikamenten, Sport oder Einschränkungen im Alltag. Dabei wurde deutlich, wie viel Disziplin und Planung der Alltag der Betroffenen erfordert.
Die Veranstaltung stärkte das Bewusstsein für die Erkrankung und die Bedeutung gesellschaftlicher Unterstützung. Der Schutzengellauf erhält dadurch auch in den Schulen wichtige Rückendeckung.
Wie in den Vorjahren werden beide Schulen mit eigenen Laufgruppen teilnehmen. Zum Abschluss dankten die Schulleitungen den Referentinnen für ihr Engagement. Die Kinder erhielten kleine Geschenke sowie Anmeldescheine für den Lauf.
Der Besuch machte deutlich, wie wichtig persönliche Begegnungen für das Verständnis sozialer Themen sind. Aus einem medizinischen Thema wurde eine Erfahrung, die viele Kinder nachhaltig berührte und zum Nachdenken anregte. Ein Tag, der zeigte: Mitgefühl kann wachsen – manchmal beginnt es im Klassenzimmer.
Was ist Mukoviszidose
Mukoviszidose ist eine angeborene Stoffwechselerkrankung, bei der zäher Schleim vor allem Lunge und Verdauungsorgane belastet. Die Betroffenen müssen oft täglich inhalieren, Medikamente einnehmen und intensive Therapien durchführen. Dank moderner Medizin hat sich die Lebenserwartung in den vergangenen Jahren deutlich verbessert – die Krankheit ist bislang jedoch nicht heilbar.





