Als „Fruchtbare Frauen“ zogen sie am Schmutzigen Donnerstag durch den Hombe und wurden für ihr Engagement am Ende sogar offiziell geehrt.
Der närrische Fahrplan der lustigen Wieber startete bereits um kurz nach 10 Uhr im Café Ochsenmühle. Bei einem ausgiebigen Sektfrühstück brachten sich Rosi Fehrenbach, Elvira Schilli und Mareike Heitzmann in die richtige Stimmung für ihren Streifzug durch das Dorf. Die vierte im Bunde, Manuela Kornmaier, stieß aufgrund wichtiger familiärer Verpflichtungen etwas später zur Gruppe.
Waren sie im vergangenen Jahr noch mit Lampenschirmen aus den 70ern und eingebautem Wackelkontakt aufgefallen, so präsentierten sie sich zum Jubiläum in farbenfrohen Obstkörbchenkostümen, die ihrem diesjährigen Motto als „fruchtbare Frauen“ alle Ehre machten. Vom Café aus zog die gut gelaunte Schar los, um die verbliebenen Geschäfte und Gaststätten im Hombe unsicher zu machen.
Doch wie kam es überhaupt dazu? Als die „alten“ Turnerfrauen nicht mehr auf Tour gehen wollten, übernahmen ihre Töchter vor elf Jahren das närrische Ruder. Um den hohen Standard zu halten, wurde im Vorfeld sogar echtes „Gesangstraining“ bei der Vorgängergeneration absolviert. So werden die alten Fasendschlager und selbstgedichteten Lieder der Turnerfrauen originalgetreu weitergetragen.
Ein besonderer Höhepunkt wartete am Nachmittag in der Ortsverwaltung, wo Ortsvorsteher Jürgen Isenmann die Jubilarinnen im „Narrenstüble“ empfing. Als Zeichen der Anerkennung für ihren unermüdlichen Einsatz im Dienst des Brauchtums hatte er eigens angefertigte Plaketten vorbereitet, die er dem Quartett feierlich überreichte.




